Alkohol

Oliver van Troogk

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Sollte jemand Fragen zum Thema Alkohol haben, stehe ich gern zur Verfügung. Ich habe 18 Jahre lang gesoffen, wurde 2006 trocken und bin heute Suchtkrankenhelfer bei der Deutschen Bahn.
Abhännigkeit ist eines der schlimmsten Dinge, die einem Menschen zustoßen können. Man kommt alleine nicht mehr raus und keiner glaubt es einem.

Grüße von Oliver.
 

Oliver van Troogk

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wenn die genetische disposition dafür besteht.
wie bei der fähigkeit milchprodukte oder soja zu verwerten, ist es auch genetisch bedingt, ob wir von alkohol oder auch z.b. opiaten schnell abhängig werden.
der eine muss an alk nur ein paar mal riechen und verfällt ihm schon, andere können ziemlich regelmässig trinken, ohne den hang zu entwickeln, sich zu betrinken oder entzugserscheinungen zu bekommen.
Wo hast du das denn her? Die genetische Veranlagung spielt möglicherweise eine Rolle, aber die kann man getrost als Ursache außer Acht lassen. Sonst würden die Einwohner von Plattenbausiedlungen großer Städte und weite Teile der Landbevölkerung an einer rätselhaften Gendeformation leiden. Latenter Alkoholismus ist weit verbreitet, die offiziellen Statistiken geben nur die Spitze des Eisberges wieder. Und die unteren sozialen Schichten scheinen besonders anfällig für diese Erscheinung zu sein. Nein, so einfach ist das nicht.

Der Mensch hat ein sogenanntes Suchtgedächtnis. Wenn jemand zum ersten Mal im Leben Alkohol trinkt und diesen Vorgang mit positiven Gefühlen verbindet, manifestiert sich das im Suchtgedächtnis und er wird versuchen, diesen Zustand öfter herzustellen.
Die Sucht selber ist dann ein schleichender Prozess. Süchtig ist man, wenn man die Kontrolle über das Suchtmittel verliert und nicht mehr selber entscheiden kann, ob man konsumieren will, oder nicht.
Das Suchtgedächtnis kann nicht gelöscht werden, wenn man einmal Alkoholiker ist, bleibt man es für den Rest seines Lebens.

Gegen die Genom-Theorie spricht auch die Tatsache, dass es Spiel- und Sexsüchtige gibt. Die haben keine physische Substanz, die sie sich zuführen und gegen die sie eine "Unverträglichkeit" haben könnten. Da schlägt das Suchtgedächtnis zu. Sucht ist eine psychische Erkrankung.

Ich selber durfte 2006 trocken werden und bin inzwischen ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer der Deutschen Bahn. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, solange von Ärzten verbreitet wird, dass ein Glas Rotwein am Tag gesund sei und dass Alkoholismus genetisch bedingt wäre.
Man hat es selber in der Hand.

Vielleicht klingt das ein bisschen so, als ob ich stolz drauf wäre. Aber das ist nicht so. Ich bin nur grenzenlos dankbar dafür, dass ich seit 1064 Tagen nicht trinken musste und das Ganze körperlich unbeschadet überstanden habe.

Falls Interesse besteht, kann ich mal einen Thread darüber eröffnen, vielleicht will der eine oder andere wissen, wie es um sein Trinkverhalten bestellt ist.

Grüße von Oliver.
 

sleepingdragon

suchend
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:vergisses:Deshalb hab ich es auch unter "" gestellt

Des weiteren ist mein Mann in einer Weinbauernfamilie da wird regelmäßig Wein getrunken, süchtig oder krank wurde da noch keiner.

Wenn irgendwer sich nicht im Griff hat ist`s vielleicht besser wenn man die Finger davon lässt. Ist mir pers. aber sowas von egal soll jeder machen was er will:uninteressant:
Aber ich persönlich kann auch nen netten Abend mit einem 1/8l Rotwein verbringen es muss nicht die ganze Flasche sein.
 

Oliver van Troogk

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Des weiteren ist mein Mann in einer Weinbauernfamilie da wird regelmäßig Wein getrunken, süchtig oder krank wurde da noch keiner.
Das ist durchaus möglich. Weinbauern und Bierbrauer wissen eine Menge über Alkohol und seine Wirkung, besonders dann, wenn sich der Beruf über mehrere Generationen erstreckt. Die wenigsten Weinbauern sind selber Alkoholiker.

Wenn irgendwer sich nicht im Griff hat ist`s vielleicht besser wenn man die Finger davon lässt. Ist mir pers. aber sowas von egal soll jeder machen was er will:uninteressant:
Ob man den richtigen Schalter erwischt hat, merkt man leider erst, wenn das Licht angeht. Vorher nicht. Das ist die Tragik.

Grüße von Oliver.
 

Rove

...der der mit michelangelo malt...:-)
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Mann !!!!!
Ich hasse nichts mehr als Alkohol.....
 

viennatourer

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yop


Hilft auch nix.......wenn der Partner trinkt.:orolleyes:

mfg.vz
 

Clawd

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Dafür braucht man nicht wirklich einen "bericht" man sieht es doch jedes wochenende.
Überall kinder (ja in meinen Augen sind sie noch kinder) die sich besaufen.
Ich sehe jeden tag woran es liegt,nur würde das jetzt etwas heftig klingen wenn ich es hier erläutern würde,deshalb lasse ich es lieber. (Wäre schon ein banngrund)
 

AJK

Inventar
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Na ich weiß nicht.. Ist auf jeden Fall mal ein interessanter Artikel...

Nur habe ich nicht ganz verstanden, was das ganze mit dem Risiko an Alkoholimus zu erkranken zu tun hat?!

Daraus geht meines Erachtens nur hervor, dass die eine Probandengruppe eher auf Alkohol anspringt und auch eher prall wird, als die andere Gruppe...
Das dies natürlich anlagetechnisch erklärbar sein kann, leuchtet mir auch ein...

Alkoholismus an sich sehe ich aber nicht nur rein anlagetechnisch bedingt.
Es ist zwar so, dass das Risiko an Alkoholismus zu erkranken höher ist, wenn ein (oder beide) Elternteil(e) alkoholkrank sind, jedoch liegt das auch an der Erziehung und dem Vorlebens des falschen Alkoholkonsums... Sprich, das es nicht zwingend genetisch vererbt wird...
Was ja auch erklärt warum nicht jedes Kind von alkoholkranken Eltern selbst Alkoholiker wird..
 

zera_74

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Alkohol Verkaufs Verbot ab 22 Uhr

In einigen Bundesländern in Deutschland herrscht ja seit März 2010 ein Alkohol Verkaufs Verbot nach 22 Uhr. Ausgenommen ist hier in unserem Fall (Ba-Wü) die Tankstelle Aral da sie ein Bistro betreiben :gruebel:

Im grunde geht es nur darum die Jugendlichen vom Koma saufen abzuhalten, und dass sie nicht auf der Straße oder im Park herumlungern.

Die Politiker glauben doch nicht ernsthaft dass das Jugendliche davon abhalten würde den Alkohol noch vor 22 Uhr zu kaufen.

Im Grunde ist es eine gute Idee DOCH

Was ist mit uns Erwachsenen, wenn meine Freunde bei mir sind und wir Plötzlich Lust auf sagen wir mal ne flasche Wein haben. Es ist Kurz nach 10 und zur Aral will auch keiner mehr fahren.
E gibt ja noch einen Rewe (Hier in Ba-Wü bis 24 uhr geöffnet).

Doch falsch gedacht man bekommt absolut rein gar nix mehr.
Es engt mich in meiner Entscheidungs und Willensfreiheit ein und das möchte doch niemand?! Oder doch?

Ich kann doch selbst bestimmen wann Ich mir ne flasche Wein kaufen möchte und wann nicht..

Nach diesem Gesetz geht das einfach nicht mehr.


Ihr kommt ja auch Verstreut aus Deutschland ,Österreich und der Schweiz her, wie ist das denn bei euch?
Gibt es sowas auch bei euch oder is Baden-Württemberg wieder das einzigste Land das so einen Schwachsinn fabriziert??

Bitte um Meinungen :)
Pro's & Contra's ausdrücklich erwünscht !!!

Frohe Weihnachten meine Lieben :obiggrin:
 
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Zwirni

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Meines Wissens ist Ba-Wü das einzige Bundesland mit so einem Gesetz. Und es nimmt auch Tankstellen nicht vom Verkauf aus soweit ich weiß. Siehe:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/s...erbot-pfister-sieht-keine-gesetzesluecke.html
http://suedbaden.business-on.de/alk...lgelage-alkoholmissbrauch-kioske-_id9381.html

Wenn Du andere Infos hast, teile sie doch mit uns.

Und ich sehe darin bei weitem nichts verwerfliches. Wer Alkohol möchte, kann ihn rechtzeitig kaufen. Also vor 22 Uhr. Dadurch wird das Gesetz natürlich wieder untergraben. Es schützt aber Jugendliche, die eher spontan sich für eine Trinkrunde entscheiden. Meinetwegen könnte man so was auch bei uns in Sachsen erlassen.
 

zera_74

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Die Jugendlichen kaufen sich das dann vorher.
Statt um 23 uhr besoffen zu sein, sind sie es dann schon um 20 Uhr.. es verlagert sich ja nur. Denn die Jugendlichen wollen sicher nich auf ihren Rausch verzichten.

Kann ich auch ein Stückweit nachvollziehen. Zwar ist es nich grad Gesundheitsförderlich aber wenn wir alle mal ehrlich sind haben wir uns damals auch das ein oder andere Bier oder nen Sekt hinter die Binde gekippt. Wenn nicht noch härteres Zeug.

Das Gehört doch auch zum Jugendlich sein, das man mal Unfug anstellt.
Aus fehlern lernt man bekanntermaßen oder halt auch nicht !
Gut wer's übertreibt hat selbst Schuld.
Das ist ganz klar, aber woher soll man seine Grenzen erkennen wenn man keine Möglichkeit hat das auszuprobieren ;)


Ich weiss nur von Tankstellen mit Bistro dass die noch eine Verkaufs genemigung haben. Aber das sind nicht Viele.


Komm wir tauschen mal ne weile den Wohnort lach, du wirst sehen das es dich auch ganz schön einschränkt. ;)
 

Zwirni

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Mich sicher nicht. Ich bin weder Jugendlicher noch trinke ich Alkohol. :ocool:
 

Andromeda

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Mir ist bekannt, dass Alkoholsucht eine Krankheit ist, aber dass die Alkoholiker noch klassifiziert werden, ist mir neu.

Es werden 4 Typen unterschieden: Den Alpha-, Gamma-, Epsilon- und Delta-Trinker. Weil die Alpha- und Beta-Trinker ihr Trinkverhalten noch steuern können, gelten sie nicht als krank, aber als gefährdet. Die Gamma-Trinker gelten als Rausch-Trinker, d. h. sie können nicht mehr aufhören, wenn sie einmal begonnen haben, zu trinken. Die Delta-Trinker sind sogenannte Spiegeltrinker, d. h. sie trinken, um einen gewissen Alkoholspiegel im Blut aufrecht zu erhalten. Die Epsilon-Trinker sind sogenannte Quartalstrinker, d. h. dass in unregelmäßigen Abständen Alkohol konsumiert wird, das dann aber in Exzessen ausarten kann. Hier könnt ihr alles ausführlich nachlesen.

Egal in welche Kategorie ein Alkoholiker eingestuft wird, es ist eine Teufelskrankeit! Ich kenne genug Leute, die tagtäglich mehrere Flaschen Bier oder Gläser Wein trinken, und sie selber sehen sich nicht als Alkoholiker. Aber sobald eine Regelmäßigkleit da ist, ist der Schritt zur Sucht nicht mehr groß, wenn nicht sogar schon getan. Ich denke mal das ist auch das Gefährliche daran. Oft wird es auch verniedlicht: Ein "Fläschchen" Bier zum Feierabend ist doch nicht schlimm. Oder ein "Gläschen" Wein oder was weiß ich...

Ich persönlich trinke nicht oft Alkohol, wenn überhaupt nur bei (Familien-)Feiern. Oft bleibe ich aber auch nüchtern und trinke Wasser oder andere alkoholfreie Getränke oder alkoholfreies Radler, weil ich die Wirkung von Alkohol nicht mag. Es ist interessant, andere zu beobachten, die Alkohol trinken, und oft auch viel zu viel davon trinken und einfach kein Ende kriegen. Das kann ich nicht nachvollziehen, warum wird so oft so unverhältnismäßig viel getrunken? Was ist am Rausch so toll? Was ist mir bislang entgangen?

Vielleicht habe ich aber auch eine Abneigung gegen Alkohol bzw. betrunken sein, weil meine Eltern damals immer jedes Wochenende Bier getrunken haben, abends waren sie dann immer betrunken, und oft ist das in Streitigkeiten geendet. Ich habe Wochenenden quasi gehasst, und sobald ich alt genug war, bin ich immer geflüchtet und habe mich woanders aufgehalten, um es nicht mitbekommen zu müssen. Meine Eltern waren Alkoholiker, das muss ich ehrlicherweise zugestehen, und ich habe darunter gelitten.
 

infosammler

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Ja ich auch nicht, bin aber heuer im Krankenhaus gelandet vor lauter saufen zu Fasching und irgendwas geraucht hab ich auch. Dann warens aber doch nur 1.1 Promille. Seltsam. 😂 war aber lustig im Krankenhaus. 😅
Was ist am Rausch so toll? Was ist mir bislang entgangen?
Weiß hab ich, also zw 17 und 27 echt oft gesoffen und hat auch echt Spaß gemacht betrunken zu sein.
Dann hatte ich 5 Jahre Angst vor Alkohol und seit letztes Jahr, weiß ich das ich net sterbe, wenn ich ihn trinke und leider ists im Jänner eskaliert, obwohl ich noch mal sagen, dass 1.1 Promille echt nicht viel ist.
Mir schmeckt Alkohol gar nicht, trink ihn zum rauschig werden. Obwohl hin und wieder gibts schon gute Sachen.
Aber ich trink nur mehr ziemlich selten.
 
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