Generationenraumschiff

Gorgo

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den begriff Generationenraumschiff kennen ja vermutlich die meisten aus bücher oder sci-fi filmen.

ich hatte gestern ein interessantes gespräch darüber, vor allem über die wichtigkeit einer solchen sache. und ganz so unrealistisch ist so ein szenario nicht, in dem eine zivilisation einfach dazu gezwungen ist, ihren planeten zu verlassen, irgendwo anders weiter leben zu können. das ist reiner überlebenswille. (lassen wir mal beiseite ob sich die menschl. rasse überhaupt noch millionen geschweigedenn milliarden jahre halten wird..)

aber wie man hier nochmal nachlesen kann, wird die sonne ja auch irgendwann sterben, sie bläht sich zuerst auf, wird heißer, und dann is eh aus..

angenommen, ein bewohnbarer planet wie die erde, befindet sich bereits an dem punkt, an dem ein GRS gebaut werden muss.
naja sicher wollen die weg, und die ganzen tücken einer ungewissen weltraumodysse auf sich zu nehmen ist doch besser, als auf dem planeten zu verdörren.


also werden sie's machen (vielleicht sind "sie" ja auch schon semi-A.I.s und extrem bewandert in der raumfahrt, wer weiß)

und sollten sie dann einen planeten finden, und da kann man dann wieder die brücke zur weltlichen politik schlagen, werden sie hier nicht einfach so landen können.
das hängt sicher auch vom aussehen der lebewesen und von der größe des GRS ab.. extrem groß, extrem klein. nehmen wir an extrem klein, wirklich, ein micro-raumschiff mit zig tausend lebewesen drin, und das ist schon längst in irgendeinem wald gelandet und keiner hat es je mitbekommen, hah..


naja, was sind eure gedanken zu der ganzen theorie?
 
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Prometheus94

T(r)ollhaus
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Ich kenne den Begriff von Erich von Däniken, der das sehr gut mal schilderte.

Im Generationenraumschiff pflanzt man sich fort, erreicht man irgendwann einen bewohnbaren Planeten, baut man dort ein neues und dann starten 2 Generationenraumschiffe. Dann das ganze nochmal, das heißt, die Anzahl der Raumschiffe verdoppelt, verdreifacht sich schnell etc.

So könnte man schnell das Universum bevölkern. Zwar, sagt Däniken, dass das der Ursprung der Menschen sein könnte, aber künftig ist es ebenfalls ein Projekt, was sich als erfolgreich erweisen könnte.

In diesem Zusammenhang sei auch Panspermia zu erwähnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Panspermie

Wenn wir davon ausgehen unser Ursprung ist die Erde, so werden wir durch den Bau von Generationenraumschiffen mit Sicherheit der Ursprung der Völker anderer Planeten seien.
 

UFO-Pilot

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Back to Topic:

Ein tolles Konzept für ein Generationenraumschiff ist finde ich die Nexus aus Mass Effect Andromeda. Mit einigen Unterschieden natürlich.
Die Nexus ist gute 15,5 km lang und hat im Durchschnitt einen Durchmesser von 5km (leicht konisch). Außerdem bietet sie Platz für 2,7 Millionen Menschen.
Durch die Rotation kann sie eine "künstliche Schwerkraft" erzeugen, die bei dem großen Durchmesser sogar relativ gleichmäßig auf Füße und Kopf wirkt. Außerdem gibts da Farmen etc. und auch Tiere können versorgt und untergebracht werden. Und weil sie nicht einfach nur ein Rohr ist, sondern seitlich offen, können kleinere Schiffe problemlos andocken.
 

!Xabbu

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... ist gute 15,5 km lang und hat im Durchschnitt einen Durchmesser von 5km (leicht konisch). Außerdem bietet sie Platz für 2,7 Millionen Menschen.

Das wäre meines Erachtens ein vollkommen falsches Konzept.

Man muss sich zunächst die Frage stellen, wann ein solches Schiff gebraucht wird: wahrscheinlich dann, wenn die Ressourcen auf der Erde knapp werden und die Menschheit kurz vor dem Ende steht. In einem solchen Fall wäre zu wenig Zeit für den Bau eines solchen Mega-Raumschiffs. Außerdem wären höchstwahrscheinlich nicht mehr genügend Ressourcen übrig.

Danach stellt sich die Frage, für wen dieses Schiff gebaut werden soll: wohl eher nicht für Menschen sondern für die Menschheit (um den Fortbestand zu sichern).

Um mehrere Millionen Menschen von der Erde auf ein Schiff im Orbit zu bringen, diese an Bord zu ernähren und dort Nachkommen großzuziehen wäre ein irrsinniges Unterfangen. Das alles bloß, damit auf dem Schiff im Laufe der Jahrhunderte viele Millionen Menschen leben und sterben, deren Nachkommen dort leben und sterben usw.

Wenn bis dahin ein sicheres Kryo-Verfahren erfunden wäre würde es noch weniger Sinn machen. Dann wäre es wahrscheinlicher, man würde ein kleines Schiff bauen und mit 1000 Menschen sowie einer Million tiefgefrorener Embryos starten. Diese kleine Population hätte größere Chancen und würde sich am Zielort um die Aufzucht der neuen Bewohner kümmern.
 

defcon

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Wenn sich die Besatzung vermehrt

dann muss das Ziel in erreichbarer Nähe sein.
Außerdem muss sichergestellt sein das auf dem Zielplaneten ausreichend Rohstoffe vorhanden sind.
Also keine Ahnung wann unsere Technik diese zwei Probleme lösen wird, aber das sind eben nur 2kleine Fragen die gelöst werden müssten.
Generell halte ich die Idee eines solchen raumschiffes für reine SF.
Aber das war der Flug zum Mond ja auch mal.....
 

Morow

„archaic obsidian”
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Kenn ich nur zu gut, man hat so viel Ideen, daß man nicht beeinflussen will und schreibt zu wenig.

Für mich sind hier 2 Fragen. Wie stellen wir uns das ganze vor:
aussehen der lebewesen und von der größe des GRS ab.. extrem groß, extrem klein.
Nunja, je nachdem wie pro künstliche Befruchtung man ist. Würde ich sagen. Und ausschließlich mit dem Plan zum Fortbestand der Menschheit.

Wichtig ist für mich der Zeitaspekt: Wie lange ist man unterwegs? Wie viele Generationen dauert es, können die Menschen dies Durchhalten? In Relation muss Platz, Versorgung und Inzest betrachtet werden. Letzteres mMn ab wann es wirklich schädlich ist, bzw nicht mehr schädlich ist. Hä? Ja genau.

Es bedarf vieler Zellen und Brutkästen, sowie der Sicherstellung dass diese bedient bzw. gewartet werden können. Es darf nur die minimalistischste Menge "lebendiger" Menschen reisen. Um Ressourcen im Bau und auf der Reise zu minimieren, jedoch gleichsam einen wiederaufbau rechtzeitig realisieren zu können. Heißt: Wenn eine künstlich befruchtete Zelle ein Jahr braucht, muss gewährleistet sein. Das in diesem Jahr, die neue Heimat bewohnbar gemacht worden ist. Wenn alles durch ein computergestütztes System möglich ist, wäre dies wohl die optimalste Lösung.
Sprich. Wir werden erst repopulieren, wenn die Maschienen, ein Ökosystem erschaffen haben. Wobei ich an diesem Punkt sagen muss: Könnte man dann nicht auch einen unhabitablen Planeten bevölkern? Nur wer vermittelt uns dann Werte, wenn nicht Aufzeichnungen, in welcher Sprache würden diese sein. Könnten wir es überhaupt verstehen?

Hier könnten Aufzeichnungen wie Filme eingesetz werden, nur Bedarf dies dann Energie, die nicht zwingend lebensnotwendig ist. Nur wer kann adaquat Werte vermitteln? Im Grunde sind dann alle gleich und von einem Eindruck/einer Quelle geprägt. Jedoch wäre dies nicht fatal. Ohne Gegensätze, kommen keine Diskussionen auf. Ohne Diskussionen, wird nichts mehr hinterfragt und auch die Erde2.0 langsam zu Grunde gerichtet...

Könnte es bereits existieren:
nehmen wir an extrem klein, wirklich, ein micro-raumschiff mit zig tausend lebewesen drin, und das ist schon längst in irgendeinem wald gelandet und keiner hat es je mitbekommen, hah..
Wär mMn die Frage woher. Denn wir wissen zwar wie "dreckig" es der Erde geht, nur welcher Planet ist schlimmer dran, dass eine Flucht zur Erde sinnvoll wäre. Auch hier wäre fraglich wer dann wirklich hierher gekommen ist.
War dann wer auch immer zu uns geflüchtet ist Opfer oder Schuldiger für den Untergang seiner Heimat?

Abschließend hierzu. Nein, würden wir nicht merken. Wenn wir die Technik nicht kennen, wie sollten wir diese erkennen?


Aaaaber ich bin grade gar nicht im Thema und weiß nicht, ob ich vielleicht mehr sehen wollte als da wirklich ist.​


@UFO stimmt, das gibts auch. Ich hab tatsächlich eher an Horizon Zero Dawn gedacht. Wo wirklich alles wieder durch Maschienen "resettet" worden ist.
 

Gorgo

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also das wann und wer fliegt mit wurde bereits angesprochen. dann kommt natürlich die frage: wohin?

dann muss das Ziel in erreichbarer Nähe sein.

nächster stern: alpha centauri. gibt's dort planeten?

Außerdem muss sichergestellt sein das auf dem Zielplaneten ausreichend Rohstoffe vorhanden sind.

nicht nur das. es wär auch gut, wenn wir die luft dort atmen können.. bin kein physiker aber die kleinsten abweichungen - größe, abstand sonne, usw. - könnten uns die suppe vermiesen.

Das alles bloß, damit auf dem Schiff im Laufe der Jahrhunderte viele Millionen Menschen leben und sterben, deren Nachkommen dort leben und sterben usw.

schon, aber immer noch besser, wenn von uns echt nix mehr übrigbleibt... wär doch schade, oder. das mein ich ja mit überlebenswillen.

es wäre das größte (und letzte lol) bauvorhaben der menschheit.
vermutlich müsste man alle trilliarden dollar und euro in so ein GRS stecken, also alles geld das wir haben, und dann hab ich aber so die vorstellung von 100.000 menschen.. k.a.
ich möcht bei der auslosung am ende nicht dabei sein:)


realistisch gesehen wird die menscheit diesen planeten ganz normal in die tonne kloppen, lange bevor die sonne ausgeht. daran muss man auch mal denken.

die moral von der geschicht ist das wir nur 1 planeten haben.
 

infosammler

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Falls wir kurz vorm Untergang stehen wird es zu spät sein.
Ich denke in der Blüte unseres Fortschrittes werden wir dieses sicher angehen.
Zurzeit entdecken wir noch Teile unserer Erde, aber schon Teile unseres Sonnensystems.
Irgendwann werden Kolonien sicher aufbrechen.

planeten ganz normal in die tonne kloppen
Das glaube ich nicht, weil letzten Endes können wir es uns nicht leisten. Falls der Planet sich ändert durch uns, werden wir uns einfach mit ändern.
 

Gorgo

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letzten Endes können wir es uns nicht leisten

nein. wir, können uns alles leisten. ... krone der schöpfung, schon vergessen.

der planet kann es sich nicht leisten. oder bald nimmer mehr.

Ich denke in der Blüte unseres Fortschrittes werden wir dieses sicher angehen.
also... es ist zwar interessant, über die theorie GRS zu reden, deswegen hab ich's auch angefangen, aber, überleg mal:
wie lange gibt's uns schon, und wie lange wird's uns noch geben, schätzomativ?

vergiss nicht - wir reden hier über ein szenario, das in ein paar milliarden jahre mal passieren wird. vermutlich ohne uns.
sollte früher etwas passieren, eine unvorhergesehene katastrophe.. na dann is eh wurscht weil wir brauchen, wie gesagt, schön viel zeit, um ein solches schiff zu bauen.


also wir bleiben hier. und hier haben wir uns mit themen wie klimaveränderung, umweltverschmutzung, ressourcenverschwendung auseinanderzusetzen.
das meinte ich mit in die tonne kloppen. oder findest du nicht, das wir mal genauer schaun sollten, was wir mit unserem heimatplaneten machen?


wir müssten weg wenns unaushaltbar wird. das könnte die sich ausdehnende sonne sein... ein asteroid ala Armageddon... oder eben... wir.
 

infosammler

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wir, können uns alles leisten. ... krone der schöpfung, schon vergessen.

Ja Teil der Schöpfung, eine Krone hat auch keinen Sinn, wenn kein Kopf da ist, auf den man sie setzt.
Den Planeten unbewohnbar zu machen können wir uns definitiv nicht leisten, aber dieses Bewusstsein wächst oder muss wachsen und das braucht Zeit, wachsen braucht Zeit.


wie lange gibt's uns schon, und wie lange wird's uns noch geben, schätzomativ?
Man sagt ja erst einen Wimpernschlag, also wird es uns noch recht lange geben. Aber "uns" wie wir jetzt sind vielleicht wirklich nur einen Wimpernschlag.
Wie lang gab es unsere Vorfahren? Kommt immer auf den Rahmen der Definition an, mich gibt es 32 Jahre, das ist doch nichts in der Relation zum Planeten, aber trotzdem bin ich ein Teil von ihm und gleich aufgebaut, aus den gleichen Stoffen. Mutter Erde passt da ja wie die Faust aufs Auge. :obiggrin:


sollte früher etwas passieren, eine unvorhergesehene katastrophe.
Seit das Leben entstanden ist, hat aber noch nichts es beenden können. Das muss man auch sagen.
Jetzt kommt der Mensch und behauptet wir gehen unter.
Wenn in 100 Millionen Jahren (für uns ja gar nicht vorstellbar diese Zeiträume) das Leben anders existiert, als wir jetzt, leben "wir" noch immer. Dann sind wir die Vorfahren.


findest du nicht, das wir mal genauer schaun sollten, was wir mit unserem heimatplaneten machen?
Unbedingt. Trotzdem braucht es offensichtlich Zeit. Und da wir, wie oben gesagt, grad mal einen Wimpernschlag so existieren, brauchts Zeit, verwüsten wir 1000 Jahre den Planeten, ists fürn Planeten so, das ein Glas zu Boden fällt.
Für den Planeten zersplittert es in einer Millisekunde, für uns fühlt sich diese Millisekunde in der das Glas zuerst splittert und dann springt und zerfällt wahrscheinlich wie hunderte Generationen an.



wir müssten weg wenns unaushaltbar wird.
Ich bin da eher der Ansicht, das wir nur weg können, wenn alles optimal läuft und im Einklang.
Wenn wir den Planeten verlassen wollen und einen neuen besiedeln wolle, dann brauchen wir alle Ressourcen, auch alle geistigen, dazu muss jedes Land zusammengehören und daran arbeiten.
Da gibts keinen Wettbewerb welches Land welche Technolgie zuerst nutzt und hat, das geht alles nur vereint.

Um aber komplett vereint zu sein, muss jeder "Krieg" enden, jede Umweltverschmutzung enden und die Welt harmonisch und optimal funktionieren, mal grob gesagt.
Dann haben wir genug Ressourcen für dieses Weg.
 

Gorgo

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das mit der krone der schöpfung war natürlich purer sarkasmus...

tja, das einzige szenario das ich mir vorstellen kann, wo alle länder der erde zusammenkommen... ist genau so eine höchst dramatische sache.

natürlich ist das alles komplett dramatisch, lol, ich meine... es geht um alles.


Seit das Leben entstanden ist, hat aber noch nichts es beenden können. Das muss man auch sagen.
naja die dinos waren dann weg.. aber du hast recht - der mensch blieb bisher recht hartnäckig. bis auf ein paar seuchen, oder geheimnisvollen zivilisationen, die dann wieder weg waren. aber im grunde gibt's uns schon ein weilchen. was im großen und ganzen, wie du richtig sagst, ein wimpernschlag ist...



ein kurzer abbieger in die welt der fiktion:
wie war das in "Interstellar"... die mussten ja auch weg oder? ziemlich viel staub auf der erde usw. ich kann mich nicht mehr genau erinnern.

aber so wie die das gemacht haben - auf gut glück, schau ma mal, ein wurmloch finden.. und mconnaughey kam dann in irgendeinem bücherregal wieder heraus...

also das war mehr sci-fi als sonst was.
 

infosammler

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naja die dinos waren dann weg

Ja sind jetzt eng mit den Hühnern verwandt. Hätte sich der T-Rex als Krone der Schöpfung auch nicht gedacht, das wir ihn heute als Nutztier halten und ihn braten und seine Eier fressen. Thats life...
Also irgendwie sind sie ja nicht ganz ausgestorben.


Ja war ein kuhler Film.
Wer weiß, die Option eines Paralleluniversums geht ja auch, nicht das ich weiß was ich da jetzt rede, aber vielleicht Wechseln wir auch einfach die Dimension und den Planeten verlassen ist gar nicht mehr nötig?
Wenn wir uns in Wesen verwandelt, die zb gar keinen Sauerstoff mehr brauchen oder nur ganz wenig oder gar Co2 atmen können? Keine Ahnung, ob das alles machbar wäre.
 

Gorgo

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ja, bei paralleluniversen wird's schon hapig. aber vom jetzigen wissenstand ausgehend... könnte ein riesiges raumschiff schon durchs all tuckern, ISS gibt's ja auch. wohin ist halt die große, ungewisse frage. aber wie gesagt besser ins ungewisse als einen gewissen tod hinzunehmen.

stimmt das mit den hühnern? ich dachte bisher, die vögel sind noch irgendwie verwandt. bzw. vom aussehen her sind es am ehesten die krokos, oder die kommodowarane. die sind ziemlich beeindruckend.

ETA:

ISS - bauzeit: 12 jahre (im all gebaut), kosten: 100 mrd. dollar, größe innen: wie in einer boeing 747... naja.
 

Helios

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Ich lese ja nicht nur gern Sci-Fi, sondern bin auch ein großer Space-Art-Fan, insbesondere das Raumschiffdesign hat es mir dabei angetan. In der goldenen Zeit (sechziger und siebziger Jahre) waren Generationenraumschiffe (und Weltraumstädte, die letztlich gleich funktionieren, aber nicht dem Zweck interstellarer Reisen dienen) ziemlich häufig Gegenstand künstlerischer Interpretationen - zum Glück musste dabei keine Rücksicht auf Realismus gelegt werden. Das Thema ist aber dennoch sehr spannend, allerdings auch inhaltlich umfangreich.

Interessant finde ich, dass es in der Diskussion hier fast ausschließlich um einen erzwungenen Exodus geht, und nicht um gezielte interstellare Reisen zum Zwecke der Entdeckung und Verbreitung. Wenn sich das Problem der Geschwindigkeit nicht lösen lässt (bspw. durch die Nutzung von Wurmlöchern), dann wird das aber der einzige Weg bleiben, wie die Menschheit sich über das Sonnensystem hinaus verbreiten kann.

Von der Erde aus liegt die Fluchtgeschwindigkeit aus dem Sonnensystem bei knapp unter 17 km/s, das ist auch die Geschwindigkeit, die jene Sonden hatten, die auf Fluchtbahnen tatsächlich auf dem Weg aus dem Sonnensystem sind (bspw. Voyager, die aufgrund der Beschleunigungsmanöver auch heute noch mit dieser Geschwindigkeit unterwegs ist). Bis zum nächsten Stern wären unser Raumschiff also 75.000 Jahre unterwegs - das sind einige Generationen.

Wenn man von einer Wahrscheinlichkeit von 1:1.000 (willkürlich gesetzt) ausgeht, was einen sinnvollen Zielplaneten betrifft, dann ist der Zielradius bis zu 50 Lichtjahre groß. Selbst bei einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit (und aktuell erreichen wir wie gesagt ein Zwanzigtausendstel der Lichtgeschwindigkeit) wären das Generationenraumschiff 500 Jahre unterwegs.

Die Technik muss 500 Jahre funktionieren (inklusive der Energieversorgung), die Gesellschaft muss 500 Jahre funktionieren (nicht nur die Versorgung, sondern auch die Strukturen), der Mensch als Individuum muss 500 Jahre funktionieren (und dabei auch körperlich in Form bleiben, angepasst an den Zielplaneten), und am Ende des Ganzen fängt das eigentliche Abenteuer erst an. Denn wer weiß schon, was die Reisenden am Zielort erwartet? Vielleicht eine Menschliche Kolonie, weil man irgendwann zwischendurch doch herausgefunden hat, wie man Wurmlöcher nutzen oder gar erzeugen kann. :owink:

Unter den Voraussetzungen erscheint es schon wahrscheinlicher, dass man entweder mit Methoden wie Kryostase kompletter Menschen, oder wie hier bereits erwähnt mit Embryonen auf eine solche Reise geht. In der Geschichte haben allerdings immer wieder Menschen fast unvorstellbare Mühen auf sich genommen, häufig aus einer individuellen Not heraus, selten auch aus gesellschaftlicher Not, nur um zu überleben. Und vermutlich würde man auch heute genug Freiwillige finden, selbst wenn die Erde als ganzes nicht bedroht ist.

Bis es so weit ist sollten wir aber nicht vergessen, dass wir alle jetzt schon auf einem Generationenraumschiff leben. Mehr oder weniger. :owink:

Seit das Leben entstanden ist, hat aber noch nichts es beenden können. Das muss man auch sagen.

Um das Leben vollends zu zerstören, bräuchte es vermutlich eine so destruktive Kraft, dass auch der Planet selbst zerstört oder zumindest elementar verändert wird. Und es liegt in der Natur der Sache, dass es sowas bei uns noch nicht gegeben hat, weil es ansonsten uns nicht geben würde, die sich genau darüber Gedanken machen können. Die Wahrscheinlichkeit legt allerdings nahe, dass "da draußen" sehr viel Leben endgültig zerstört wurde. Wie hoch in der kosmischen Perspektive unsere Chancen sind das Ende unseres Sterns von der Erde aus miterleben zu können? Ein ganz schwieriges Thema.

stimmt das mit den hühnern? ich dachte bisher, die vögel sind noch irgendwie verwandt. bzw. vom aussehen her sind es am ehesten die krokos, oder die kommodowarane.

Evolutionsbiologisch sind Vögel (generell, nicht nur Hühner) Dinosaurier und gehören zu den Reptilien, in der zoologischen Einordnung bleibt man allerdings aus pragmatischen Gründen bei der klassischen Systematik und damit der Trennung der Klassen, deshalb wird der Zusammenhang zwischen Huhn und T-Rex wohl auch für zukünftige Generationen noch ein Kuriosum bleiben :owink:
 

infosammler

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nicht nur die Versorgung, sondern auch die Strukturen), der Mensch als Individuum muss 500 Jahre funktionieren (und dabei auch körperlich in Form bleiben, angepasst an den Zielplaneten)

Klonen. Eine Kolonie die andauernd geklont wird.

Ist man an der Spitze seiner Existenz, körperlich und geistig und dann wird man geklont oder man bekommt immer einen neuen geklonten Körper in den der Geist hinein kommt.


Aber ich glaube auch das, wenn man die Distanzen nicht überwindet ohne tausende Jahre zu reisen, dann wird das nix.
 

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@helios
vermutlich wird der große geistesblitz in sachen antrieb erst dann kommen, wenn sich die lage generell zuspitzt... deswegen diese ganzen weltuntergangs-szenarien.

liegt ja auch irgndwie in der natur des menschen.

und bzgl. raumschiffbau:
was wäre deiner meinung nach denn eine lösung für das problem mit der strahlung im all. du weiß schon, wenn man dem zu lange ausgesetzt ist, wie du sagst, 500 jahre...
 

Helios

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Ideen und Theorien für Hochgeschwindigkeitsantriebe gibt es ja durchaus schon einige, zum einen werden die aktuell aber kaum gebraucht (weil sie im Sonnensystem weitgehend überflüssig sind), zum anderen spielt sich eben (aus physikalischen Gründen) alles im Unterlichtbereich ab. Not macht natürlich erfinderisch, zumal wir in Millionen von Jahren sicherlich auch ein besseres physikalisches Verständnis entwickeln (und vielleicht auch ein Gehirn, dass besser mit mehr Dimensionen umgehen kann). Bloß wie gesagt, was ist, wenn der Killerasteroid in fünfzig Jahren kommt?

Was die Strahlung angeht ist das erste Problem heraus zu finden, welche Einflüsse auf der Reise überhaupt existieren. Wir kennen die Strahlung innerhalb der Heliosphäre hinreichend gut, über den interstellaren Raum sind nur Fragmente bekannt (und das Problem sind immer die Faktoren, die wir noch gar nicht kennen oder vermuten). Dann lässt sich ein Raumschiff ja grundsätzlich durchaus so bauen, dass eine gute Abschirmung erfolgt (neben der Materialwahl auch durch die Anordnung der Kabine bspw.). Sinnvoll wäre es aber wohl trotzdem, zusätzlich auch einen aktiven Schild zu entwickeln, der ähnlich wie die Magnetosphäre der Erde wirkt (und idealerweise modulierbar ist, um an das Strahlungsniveau angepasst zu werden). Zudem ist auch eine gute Kartierung und Navigation sinnvoll, denn schon jetzt ist ja bekannt, dass es sehr unterschiedliche Bereiche im interstellaren Raum gibt.
 

Gorgo

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mehr abschirmung heißt aber auch mehr material... mehr antriebsflüssigkeit (was auch immer wir da verwenden)... alles wird schwerer, was ja eher ein nachteil ist beim vorwärts kommen.

das schaukelt sich hoch... da fliegt dann ein ultra koloss von zig tausenden tonnen durchs all.

was meinst du mit unterschiedlichen bereichen im interstellaren raum?


ETA:
ja, den killerasteroid in 50 jahren schau ich mir dann gemütlich von meinem geriatrie bett aus an:) kann man eh nix mehr machen.
 

infosammler

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Und eins wär sicher auch zu wenig, müsste eine ganze Flotte sein. Weil dann steigt die Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein.
 

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Soweit ich weiss hat Elon Musk eine solche Idee. Er finanziert ja das Mars-Projekt. Falls die Erde untergeht, könnte der Mars unser neues Zuhause sein. Wasser war bzw. ist dort vorhanden, wie es Eisspuren dort belegen
 
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