Newsletter - Geheimsache Mensch & Manipulation

Trinity

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Aus dem Schupp Biowaffentelegramm, mal ein anderes Thema:

Gemeinsame Presseerklärung von Third World Network und Sunshine Project vom 4. April 2005

Pockenviren gehören ins Geschichtsbuch, nicht ins Gentechnik-Labor!
Internationale Nicht-Regierungs-Organisationen fordern die Weltgesundheitsorganisation WHO auf, gentechnische Versuche mit Pockenviren zu verbieten.

(4. April 2005) – Eine Gruppe internationaler Organisationen startet heute eine Kampagne zum Verbot gentechnischer Versuche mit Pockenviren und zur Zerstörung aller verbliebenen Pockenviren innerhalb der nächsten zwei Jahre. Die Kampagne richtet sich an die Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly- WHA), die am 16. März 2005 in Genf zusammenkommen wird. Sie muss über einen Vorschlag entscheiden, nach dem weit reichende gentechnische Experimente mit Pockenviren erlaubt werden sollen.

Informationen zur Kampagne, die vom Third World Network und vom Sunshine Project initiiert wurde, finden sich auf der Internetseite http://www.smallpoxbiosafety.org. Von dort können Protestbriefe an den Generaldirektor der WHO gesendet sowie nationale Gesundheitsbehörden weltweit kontaktiert werden. Die Internetseiten sind auf Chinesisch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch verfügbar.

Der Vorschlag, über den die WHA zu befinden hat, sieht unter anderem die gentechnische Veränderung von Pockenviren, die Übertragung von Pockengenen auf andere Viren sowie die nahezu unbeschränkte Verbreitung von kleinen Fragmenten der Pocken-DNA vor. Damit würde sich sowohl die Gefahr eines Laborunfalls als auch das Risiko eines militärischen Missbrauchs der Pockenviren dramatisch erhöhen. Nach einer umfassenden Impfkampagne wurden die Pocken in den 1970er Jahren in der freien Natur ausgerottet, seit über 25 Jahren hat es keinen Fall einer Pockenerkrankung bei Menschen mehr gegeben. Der Vorschlag, jetzt gentechnische Experimente mit Pocken zu genehmigen, geht auf eine Initiative der USA zurück und wurde von einem einseitig zusammengesetzten Beratungsgremium der WHO vorgelegt. Im Anhang finden Sie weiterführende Informationen über diesen Vorschlag, auf der Internetseite der Kampagne ist ein ausführliches (englischsprachiges) Hintergrundpapier verfügbar.

Bis zur Eröffnung der WHA im Mai soll mit dieser Kampagne ein breites Spektrum von Nichtregierungs-Organisationen und Individuen weltweit angesprochen werden. Die Regierungen aller Mitgliedsstaaten der WHO werden in den kommenden Wochen dazu aufgerufen,


alle gentechnischen Experimente mit Pockenviren, jede Übertragung von Pockengenen auf andere Viren sowie jegliche Weiterverbreitung von Pocken-DNA für nicht-diagnostische Zwecke zu verbieten;
ein festes und unverrückbares Datum innerhalb der nächsten zwei Jahre für die Zerstörung aller verbliebenen Pockenviren (einschließlich aller Hybriden zwischen Pocken- und anderen Viren) festzusetzen;
bis dahin sicherzustellen, dass das Beratungskommittee der WHO für Pocken-Forschung weltweit ausgewogen zusammengesetzt wird und künftig transparenter arbeitet.

Alle interessierten Organisationen und Individuen sind aufgefordert, sich auf der Internetseite http://www.smallpoxbiosafety.org zu informieren und eine Email an den Generaldirektor der WHO zu senden.

Kontakt:
Third World Network The Sunshine Project
Kuala Lumpur, Malaysia Austin, Texas, US
Tel: + 603-2300 2585 Tel: +1 512 494 0545
E-mail: twnkl@po.jaring.my[/url] E-mail: tsp@sunshine-project.org[/url]
GMT + 7 GMT -6


Hintergrundinformationen

Zu Recht hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die erfolgreiche Ausrottung der Pockenviren weltweit Anerkennung gefunden. Seit mehr als 25 Jahren ist kein Mensch mehr an dieser hochansteckenden Krankheit gestorben, die für fast ein Drittel aller Infizierten tödlich endet. Solange jedoch noch mehr als 550 Proben des Pockenvirus (Variola major) in russischen und US-amerikanischen Laboratorien aufbewahrt werden, wäre es verfrüht, einen endgütigen Sieg über die Pocken zu feiern.

Für 1999 war die Zerstörung der verbliebenen Virusstämme geplant, aber sowohl Russland als auch die USA widersetzten sich seinerzeit einer entsprechenden Resolution der Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly – WHA). Stattdessen begannen die USA mit umfangreichen Experimenten und wollen das Pockenvirus jetzt auch noch gentechnisch verändern. Auf ihrem kommenden Treffen im Mai muss die WHA über einen Vorschlag beschließen, der gentechnische Experimente mit dem Pockenvirus, die Übertragung von Pockengenen auf andere Viren sowie eine fast unbegrenzte Verbreitung von Fragmenten der Pocken-DNA genehmigen würde. Damit würde sich nicht nur die Gefahr eines Laborunfalls drastisch erhöhen, es wäre damit auch der Weg geebnet für eine künstliche Herstellung des Virus in anderen Laboren, die damit unbeschränkten Zugang zu einer der gefährlichsten Biowaffen unserer Zeit bekommen könnten.

Heute erinnern sich zunehmend weniger Menschen an das Grauen der Pocken, und nur die Älteren unter uns haben noch die Narben am Oberarm als Erinnerung an die Pockenimpfungen, die in den meisten Ländern Ende der 1970er Jahre ausgesetzt wurden. Die Geschichte droht sich zu wiederholen, weil die WHO angesichts des weltweiten Vergessens heute offenbar nicht mehr den Willen aufbringt, die Ausrottung der Pocken endgültig abzuschließen. Die WHO hat die Kontrolle über die Pockenforschung einem kleinen, unausgewogenen technischen Beratungskomitee überlassen, dass von nur wenigen Ländern dominiert wird und fast ausschließlich aus Wissenschaftlern mit einem persönlichen Interesse an der Pockenforschung besteht. Auf Druck der USA hat dieses Komitee sich für gentechnische Experimente mit Pockenviren ausgesprochen. Jetzt steht die WHA vor der undankbaren Situation, eine Entscheidung zu treffen, die möglicherweise einen ihrer größten Erfolge zunichte machen könnte.

Die Übertragung von Pockengenen auf nahe verwandte Viren (so genannte Orthopockenviren) ist mit dem Risiko behaftet, dass dabei unbeabsichtigt neue – auch für den Menschen gefährliche – Krankheitserreger entstehen. Erst vor wenigen Jahren hat eine australische Forschergruppe gezeigt, dass die Übertragung eines einzigen Gens auf das Mauspockenvirus ausreicht, um diesen zu einem aggressiven Virus werden zu lassen, der selbst geimpfte Mäuse schnell töten konnte.

Jede Arbeit mit gefährlichen Krankheitserregern ist zudem mit dem Risiko eines Laborunfalls behaftet, über den die Viren selbst aus Hochsicherheitslaboren entweichen können. Tatsächlich hat es in den vergangenen Jahre mehrere solcher Unfälle gegeben, bei denen sich Forscher mit Krankheitserregern wie SARS, Ebola oder Hasenpest angesteckt haben. Auch die letzten bekannten Pockenfälle – 1978 in England – gingen auf einen Laborfehler zurück. Seinerzeit ließ sich eine Pockenepidemie nur verhindern weil noch fast alle Menschen in England gegen die Pocken geimpft waren – heute würde eine Epidemie über Ländergrenzen hinweg drohen.

Neben dem Risiko eines unbeabsichtigten Pockenausbruchs würden die Vorschläge des WHO Pocken-Komitees jedoch auch die Gefahr erhöhen, dass Pocken als Biowaffe eingesetzt werden. Heute noch können wir mit allergrößter Sicherheit davon ausgehen, dass kein Land außer Russland und den USA Zugriff auf das Virus hat. Der eingeschränkte Zugang zum Virus ist derzeit unsere sicherste Verteidigung gegen einen Einsatz der Pocken als Waffe. Sollten jetzt jedoch viele Labore weltweit die Genehmigung bekommen, Teile der Pocken-DNA zu besitzen und in verwandte Viren einzusetzen, würden diese Labore – legal – in der Lage sein, alle Schritte für eine künstliche Synthese des Virus im Labor zu entwickeln und zu perfektionieren. Noch dürfte eine komplette Neusynthese des Virus eine große technische Hürde darstellen, angesichts der rapiden Entwicklungen in der Biotechnologie wird sich dies in den kommenden Jahren jedoch schnell ändern.

Seit der erfolgreichen Ausrottungskampagne in den 1970er Jahren unterliegt die Pockenforschung einer bislang einmaligen internationalen Kontrolle, die es in dieser Form für keinen anderen Krankheitserreger gibt. Sollte die WHA im kommenden Mai eine Ausweitung der Pockenforschung auf gentechnische Versuche beschließen, würde damit das fatale Signal gegeben werden, dass gentechnische Experimente mit gefährlichen Krankheitserregern international grundsätzlich akzeptiert sind.

Interessierte Organisationen und Einzelpersonen sind aufgerufen, in den kommenden Wochen bei der WHO sowie bei ihren nationalen Gesundheitsbehörden gegen diese Pläne zu protestieren und die sofortige Vernichtung aller verbliebenen Pockenstämme in den russischen und US-amerikanischen Laboren zu fordern. Weitere Informationen über die Vorschläge des WHO Pocken-Komitees und die damit verbundenen Risiken finden sich in einem detaillierten englischsprachigen Hintergrundpapier unter http://www.smallpoxbiosafety.org. Von dort können auch Protest-Mails an den Generaldirektor der WHO verschickt werden.
 

Trinity

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Vor Bakterien die gegen Antibiotika resistent sind, haben Mediziner am meisten Angst. Die sogenannten Superbakterien finden ihre Brutstädte vor allem in Krankenhäusern, wie man bisher annahm. Doch jetzt fand man heraus, dass Bauernhöfe eine ebenso große Gefahr bergen...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,363654,00.html
 
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München / Deutschland - Die DNA als Knäuel: Zwar ist das Erbmolekül bekanntermaßen als Doppelhelix oder eine Art gewendelte Strickleiter aufgebaut. Unter normalen Umständen ist diese Struktur aber noch sehr viel stärker aufgewickelt. In lebenden Zellen bietet das den Vorteil, dass die um ein Vielfaches längere DNA in den Zellkern passt. Bei Experimenten und anderen Anwendungen aber ergibt sich die Schwierigkeit, das so stark aufgedrehte DNA-Molekül zugänglich zu machen.
 
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Imandra

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Rostock / Deutschland - Wie die Universität Rostock gestern bekannt gab, entwickelten Rostocker Mediziner drei Implantate, mit denen Knochenbrüche geheilt werden können, ohne dass sich Patienten in ihrer Aktivität empfindlich einschränken müssen: Ein Fixateur lässt trotz Bruch die Hand beweglich, eine Titanplatte verschwindet im Inneren des Knochens, eine andere Platte ist multifunktionell. Sie kann an Schulter und Hüfte gleichermaßen eingesetzt werden.
http://www.paranews.net/beitrag.php?cid=2917
 
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Imandra

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Marburg / Deutschland - Die Grundlagen für eine neuartige Lungentherapie werden nun in der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 2,4 Millionen Euro geförderten Forschergruppe "Polymere Nanocarrier zur pulmonalen Verabreichung von Wirkstoffen (Nanohale)" gelegt.

Unter Führung der Philipps-Universität Marburg werden insgesamt sieben Teilgruppen in Marburg, an der Justus-Liebig-Universität Gießen und am GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München ein breit angelegtes und interdisziplinäres Arbeitskonzept verfolgen
http://www.paranews.net/beitrag.php?cid=2925
 
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