Zoroastrismus

Amun Re

neugierig
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Frauenfeld
Der „Zoroastrismus“ wurde im 8. Jahrhundert vor Chr. in Persien vom Propheten „Zarathustra“ („Zoroaster“) gegründet wurde. [vergleiche das Werk des deutschen Philosophen Nietzsche „Also sprach Zarathustra“.]. Diese iranische Religion stellte die Verkündigung des einen Gottes „Ahura Mazda“, des „hohen Herrn", an die Stelle der altiranischen polytheistischen Naturreligion, deren Götter, die Deven, nun zu den dämonischen Widersachern des einen Gottes Ahura Mazda wurden.
Zarathustras lehrte einen fortwährenden Kampf zwi¬schen Ahura Mazda und „Angra Mainju“, zwischen Gott und dem Teufel, Gut und Böse, der die ganze Welt erfaßt und im Geistigen und Stofflichen tobt. überall stehen den guten Mächten Ahura Mazdas die niederen, dämonischen Mächte Angra Mainjus gegenüber; überall lauern die Deven, um die Guten und Frommen anzufallen und niederzuzwingen.
Die ganze Welt, der eine begrenzte Frist gegeben ist, hat an diesem grollen Kampf zwischen Gut und Böse Anteil; wer nicht für Ahura Mazda ficht, stützt seine Feinde und ist wider ihn. Der Mensch hat die Pflicht, gemäß seiner Erkenntnis für das Gute einzustehen und durch Befol¬gung der göttlichen Gebote und Lehren, durch gutes und frommes Leben, durch Reinheit und Tugend im Geistigen und im Stofflichen für Ahura Mazda und seine reine, lichte Welt und damit gegen alles Böse und Finstere mit-, zukämpfen.
Dieser gewaltige Kampf der guten und bösen Mächte hat den Sinn der Läuterung der Welt und der Menschen ¬im Geist und im Stoff — von aller Unvollkommenheit. In göttlich vorherbestimmten Zyklen vollzieht sich dieser große Reinigungsprozess, bis endlich alle Unreinheit und Unvollkommenheit abgetan und überwunden sein wird. Dann wird Ahura Mazda auf alle Zeiten über Angra Main ja gesiegt haben, dann wird der verheißene Welt¬heiland, der „Saoschyant“, ein neues Weltzeitalter der Gläubigkeit und Gottergebenheit aller Geschöpfe herauf¬führen. Die Religion Zarathustras ist völlig auf diese Zukunfts¬vision ausgerichtet.
Die heiligen Schriften wurden in den „Avesta“ und „Gathas“ festgehalten. Diese werden später als „Veden“ den Hinduismus beeinflussen.



Schöpfung,

am Anfang war eine Urleere, nur die androgyne Gottheit „Zervan“ (Zeit). Er sehnte sich nach einem Sohn und wollte ihm tausend Jahre schenken. Doch als sich die Zeit dem Ende zuneigte, bekam er Zweifel an seiner Schöpferkraft. Da bekam er Zwillinge, der eine geboren aus Zweifel der andere aus Optimismus. Der erst geborene sollte die Welt regieren, dies erfuhr der Zwilling „Ahura Masada“ und erzählte es dem anderen „Ahriman“. Daraufhin drängte er sich als erster nach draussen. „Zervan“ liess sich jedoch nicht täuschen und sagte: „Er ist hell und duftet, du aber bist dunkel und stinkst.“

Der weise „Ahura Masada“ schuf Sonne, Mond, Sterne und den guten Geist der in aller Schöpfung wirkt. Daraus gibt es einen Kampf zwischen Zwillingen, mit Verbannung des einen in die Dunkelheit.

Erlöser,


am Ende der Zeit, wird ein Erlöser kommen „Saoschyant“ und die Welt auf eine neue Schöpfung vorbereiten und mit „Ahura Masada“ „Ahriman“ vernichten. Danach werden die Toten geweckt und Körper und Seele vereint.
 
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