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Alt 25.03.2006, 10:27   #26
da kami
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Zitat:
Priest of Hiroshima schrieb am 23.03.2006 17:50
Chemische Waffen, sind allenfalls Waffen der psychologischen Kriegsführung!
http://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Waffe (Quelle für div. folgende Zitate)
Zitat:
Die ersten modernen chemischen Waffen sind im Ersten Weltkrieg eingesetzt worden und basierten zunächst auf Substanzen, die bereits in der chemischen Industrie verwendet wurden, also in ausreichend großen Mengen vorhanden waren; das waren Gase wie Chlor, Phosgen, Blausäure oder Arsin. Diese hatten jedoch zwei große Nachteile: Erstens waren sie durch wechselnde Windrichtungen unberechenbar (so konnte eine Gaswolke auf die eigene Stellung zurückgeweht werden), und andererseits verflüchtigte sich das Gas relativ schnell. Daher sind die meisten späteren chemischen Kampfstoffe Flüssigkeiten, die als Aerosole versprüht werden.
Das gilt also vielleicht für die ersten wie Chlorgas, nicht aber für das was es ab den 30ern gab..)

Zitat:
Der »Duce ließ daraufhin im Februar 1936 über den äthiopischen Stellungen 350 Tonnen Yperit [ = Senfgas] abwerfen. Die meisten der während des Feldzuges getöteten 275 000 Äthiopier wurden Opfer des Giftgases. Der Kolonialarmee gelang danach der Durchbruch. http://www.sopos.org/aufsaetze/43306469a3423/1.phtml
Ich gebe zu, die Quelle ist nicht allzu seriös...die Zahlen finden sich aber überall so.

Zitat:
Ab 1919 wurde das Konzept der kolonialen Kontrolle aus der Luft von Winston Churchill erstmalig umgesetzt. Die Royal Air Force sollte die Kontrolle der Kolonien im Nahen Osten übernehmen. Neben konventionellen Waffen wurden dabei auch Giftgaseinsätze aus der Luft erwogen und von Churchill gefordert. Wegen ungelöster technischer Probleme wurde Giftgas dann aber nur mit den bereits im Ersten Weltkrieg erprobten Methoden gegen die irakische Bevölkerung angewandt.

Vorbehalte britischer Militärs wies Churchill zurück: "Ich verstehe den Widerstand gegen den Einsatz von Gas nicht. Ich bin sehr dafür, Giftgas gegen unzivilisierte Stämme einzusetzen", ließ er verlauten. Das eingesetzte Gas müsse ja nicht tödlich sein, sondern nur "große Schmerzen hervorrufen und einen umfassenden Terror verbreiten".
na stimmt schon...war also nur psychologische Kriegsführung was Churchill da wollte.

Wir sollten wohl chemische Waffen nicht mehr ächten wenn sie so harmlos sind.

Zitat:
Wieso glaubst Du sonst, dass sie im zweiten Weltkrieg weitaus weniger eingesetzt wurden.
Weil glücklicherweise keine Seite damit angefangen hat, jedenfalls nicht in größerem Umfang.
Zitat:
Im Ersten Weltkrieg fand der erste Einsatz von chemischen Kampfstoffen im August 1914 durch französische Truppen statt, die Xylylbromid, ein Tränengas, entwickelt von der Pariser Polizei, gegen deutsche Truppen anwandten...
...Bald darauf wurden chemische Kampfstoffe auch von der Gegenseite eingesetzt.

Die Todesopfer, die durch konventionelle Sprengstoffe und Methoden erzielt wurden waren im I. Weltkrieg weitaus höher als durch Giftgas!
Zitat:
Da chemische Kampfstoffe eine der billigsten Methoden war, den Gegner kampfunfähig zu machen, erfreuten sie sich bei den Militärs hoher Beliebheit. Allerdings wurde schon im Laufe des Ersten Weltkriegs klar, dass sich der Einsatz chemischer Kampfstoffe von einer billigen und vergleichsweise humanen Waffe zu einem Waffensystem entwickelt, welches derartig grausame und unkalkulierbare Wirkungen zeigt, sodass es als "rationale" Waffe nicht einsetzbar ist.
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