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Lockdown - Shutdown, Quo Vadis?

Trinity

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Wie ist es euch bzw. wie geht es euch bezüglich des Lockdowns/Shutdowns, wie hat es euch betroffen, wie hat es euer Leben verändert?
Was denkt ihr generell darüber? Sinnvoll? Übertieben? Zu früh? Zu spät?

Ich hab mir heut ne seltsame Frage gestellt (und ja, mir ist schon klar, dass der Reproduktionsfaktor auch eine Rolle spielt und die Inkubationszeit - aber...

Am Freitag, den 13. März 2020 wurde in Österreich bei 504 Coronainfizierten der Shutdown ausgerufen.
Am Montag, den 15. Juni 2020 wird fast alles aufgehoben bei 404 Coronainfizierten....
Also machen wir jetzt da weiter, wo wir auggehört haben? Wir sind bei weitem noch nicht alle Immun, aber wir tun ab morgen so, als wär nix gewesen (bis auf kleine Ausnahmen)?

Und mich überfordert auch, dass die Infektionszahlen nach dem Shutdown erst so richtig angestiegen sind... ergibt das Sinn?
https://www.worldometers.info/coronavirus/country/austria/

Gastromitarbeiter müssen weiterhin ihre Masken tragen, sonst keiner mehr außer bei Dienstleistungen bei Abstand unter 1 Meter... und wo man keinen Meter Abstand halten kann. Also eh fast überall.

Und dann gabs noch dieses Massendemos ohne Abstand und fast ohne Mundschutz, und obwohl wichtig, hätte diese Demo so nie stattfinden dürfen. Aber wie hätte man es verhindern können, das Versammlungsrecht gilt weiterhin. Aber wie begründet man das gegenüber aller anderen Berufstreibenden, die so viel Geld verloren haben und die vor dem Nichts stehen. Wie begründet man das, wenn der Bundeskanzler selbst sich nicht daran hält? Das befeuert doch nur die Zweifler, das heißt, es wird in Zukunft noch schwerer werden, die Infizierten ausfindig zu machen, wenn nicht durch schweren verlauf oder durch Stichproben Testungen. Sonst wird sich ja kaum mehr wer melden. Angst vor Quarantäne, Angst vor Jobverlust, Angst vor Kontrolle, angst vor nix, das ist eh nur eine Grippe, und dass es so jetzt seinen Lauf nimmt. Ich bin gut vorbereitet, aber ich ahne nichts Gutes-
 

infosammler

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Angst vor Quarantäne, Angst vor Jobverlust, Angst vor Kontrolle, angst vor nix, das ist eh nur eine Grippe, und dass es so jetzt seinen Lauf nimmt.
Das ist sicher so. Das wurde auch schon berichtet, dass das Virus weitergegeben wurde, weil man sich nicht gemeldet hat.
Eigentlich eh verständlich, wenn man vielleicht den Job verlieren würde.
Da muss due Regierung jetzt schon mal Geld fließen lassen.
Sinnvoll? Übertieben? Zu früh? Zu spät?
Ich glaub es hat gepasst und hatte Sinn.
Wir hätten sicher mehr Infizierte ohne den Lockdown, glaube ich zumindest.

Aber mit einem bin ich bei dir, wenn jetzt alles wieder offen ist wie zu vor, dann kanns ja zwangsläufig nur dort weitergehen, wo es aufgehört hat und das war beim Anstieg der Zahlen.
Ein kleines Plus ist aber das Wissen darüber und der Abstand den man einhält.
Wie ist es euch bzw. wie geht es euch bezüglich des Lockdowns/Shutdowns, wie hat es euch betroffen, wie hat es euer Leben verändert?
Außer das ich weniger Geld habe, was mich schon ziemlich nervt und man weniger ausging oder freitzeitmäßig unterwegs war, eigentlich ziemlich gut. Finds sehr angenehm und hat mich kaum belastet.
 

Yvannus

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Vorweg, bis auf den Ausfall meines Festivals im Sommer sowie einiger Konzerte hab ich wenig bis gar keine negativen Auswirkungen gespürt. Hab viel Geld gespart, arbeite Vollzeit weiter bei täglich 1h Zeitersparnis ohne Pendelei.

Das Problem bei den Zahlen is halt, dass man wird abwägen müssen, wie weit ich betroffenere Bereiche wie Kneipen, Kultur etc. noch versenken will. Dann stehen da 8.800.000 Menschen 400 Infizierten gegenüber, also "nicht mal" Leute, die save sterben. Und da wirds halt schwierig zu argumentieren, warum man Existenzen vernichtet.

In Deutschland ist es das selbe, viele der 6200 aktiven Fälle sind aktuell lokal auch noch begrenzt, da Flüchtlinge in Regensburg oder die Kirchenheinis in Frankfurt. Auch da gilt: Kann ich 80.000.000 Menschen wegen 6.200 Kranken einschränken?

Problem ist doch: Natürlich sollte man alles tun, damit keiner mehr Infiziert wird und an dem Mist stirbt oder Folgeschäden hat. Wegen mir auch jetzt Einschränkungen, es sei angemerkt, einen echten Lockdown gabs ja nicht. Es wird aber evident, dass weder Wirtschaft noch Gesellschaft in der Lage sind, das weiter zu fahren. Wir sind im Kapitalismus und die Gesellschaft ist wie sie ist, nämlich nicht solidarisch und schon gleich gar nicht rücksichtsvoll und sozial. Das weiß die Politik und daher wird nun gelockert um den Status Quo aufrecht zu erhalten. Und ich bin schon überzeugt, dass die Mehrheit durchaus Leben in Kauf nimmt, wenn es aber doch nur weiter geht.

Einzige Gefahr ist halt, dass es wieder gescheit aufflammt. Aber Einschränkungen bis der Impfstoff da ist? Das bringt das System ins Wanken und die Leute werden ein Pulverfass.
 

infosammler

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Aber in Italien sind wieder 44 gestorben innerhalb eines Tages. Die Kurve ist natürlich extrem runtergegangen. Aber ich weiß nicht, wenn laufend einige sterben über Jahre ists ja nicht viel besser, als wenn auf einmal hunderte sterben.
Aber ich weiß es selbst nicht.

Bei allen Zahlen die wenig erscheinen. Wenn es sich erst Anfang 2020 verbreitet und der Ursprung gar ein einziger Mensch ist, sind diese wenige Zahlen trotzdem erschreckend.
 
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