vermehrt Babys ohne Hand geboren

Zwirni

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Im Grenzgebiet Deutschland-Frankreich wurden und werden offenbar seit einigen Monaten vermehrt Babys mit nur einer Hand geboren. Die andere ist entweder fehlgebildet oder gar nicht vorhanden. Was sonst laut Ärzten in einem Jahrzehnt ein Mal vorkommt, passierte nun min. 3 Mal allein in Gelsenkirchen - die Dunkelziffer ist noch hoch da viele Familien es scheuen nach der Geburt die Fehlbildung bekannt zu machen. Bei einem Aufruf haben sich weitere 20 vermutlich betroffene Familien gemeldet.

Die Ursache? Rätselhaft. Deswegen der Aufruf sich zu melden um Gemeinsamkeiten heraus zu finden.

Stehen dort nicht auch viele Atom-Reaktoren in der Gegend? Aber wieso wirkt es sich nur auf Hände aus? Oo
 

Helios

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Gelsenkirchen bzw. das nördliche Ruhrgebiet liegen nicht einmal in der Nähe der französischen Grenze (die ist gut 300 km entfernt), und das einzige Atomkraftwerk im Umkreis von 100 km wurde bereits vor 30 Jahren stillgelegt. Die Ecke ist bekannt für Kohle und Stahl und sämtliche damit verbundene Industrie, wobei auch davon nicht mehr so viel geblieben ist im Vergleich zu "Früher", der Strukturwandel hat die Region ziemlich verändert. Trotzdem ist der Industrieanteil noch immer hoch (und "sauber" ist da vieles nicht) und etliche Böden sind auch heute noch "belastet".
 

Zwirni

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Ich hatte nur etwas von grenznahen Bereichen gelesen. Hier gibt es eine genauere Angabe. Vlt. sollte man mal Europaweit danach fragen .. kommt mir äußerst suspekt vor - man tippt inzwischen auf Pestizide.
 

infosammler

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Aber wieso wirkt es sich nur auf Hände aus? Oo
Hände werden sehr früh gebildet. Wenn due alle gleich alt sind. Dann ging vielleicht wirklich was von der Luft nieder, wenn nach 5 6 Wochen gerade die Hände am entwickeln waren?
 

Astun

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🤔Hmmm, das erinnert mich an irgendwas!
Gab's da nicht einmal einen Arzneimittel-Skandal?
Auch da sind Kinder auf die Welt gekommen, welche nur ein Bein, oder einen Arm/Hand hatten.
Vielleicht wurden ja wieder Medikamente eingesetzt, welche sich erst in der Testphase befinden, und deren vollständige Wirkungen/Nebenwirkungen noch nicht richtig erforscht worden sind.

Andererseits gibt's noch eine weitere Möglichkeit, aber ich hoffe zumindest, dass diese Möglichkeit nicht zutrifft.
Radioaktivität ☢ kennt keine Grenzen, und wenn wir uns an Tschernobyl zurückerinnern, wurde damals eine radioaktive Wolke über Europa geweht.
Tja, der Wind stand damals ungünstig für Europa.
Auch was den Atomunfall in Mayak betrifft, wo ein mehrere 100 km langes Gebiet radioaktiv verseucht wurde, zeigt auf, dass sich Radioaktivität wahrlich nicht um Grenzen schert.
So gesehen sind die 300 km von der Grenze zu Frankreich geradezu lächerlich.
Was Mayak betrifft, soll Russland zugegeben haben, dass es erst in der jüngeren Vergangenheit wieder einen Vorfall dort gegeben hat.
Ich frage mich nur:
Und wie standen die Winde bei diesem 2. Mayak-Vorfall?
 

Helios

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Nichts für ungut, aber es ergibt doch keinen Sinn durch Spekulationen irgendwelche Zusammenhänge zu konstruieren. Über eine Freisetzung von radioaktivem Material durch französische oder belgische Kernkraftwerke ist nichts bekannt (und in der notwendigen Stärke wäre das von unabhängiger Seite bekannt gemacht worden), eine punktuelle Häufung von Reaktionen entspricht nicht dem typischen Schadensbild und einen Nachweis in irgendeiner Form gibt es nicht. Nur weil man es nicht grundsätzlich ausschließen kann heißt es nicht, dass es auch nur im entferntesten Wahrscheinlich ist. Umgekehrt gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten was die Ursache oder besser die Ursachen (denn nicht einmal ein Zusammenhang ist ja augenscheinlich bekannt) sein könnten, natürliche wie künstliche, viele davon deutlich wahrscheinlicher (bspw. verseuchtes Trinkwasser durch Landwirtschaftliche Giftstoffe, oder Industriebelastungen, oder oder oder). Vielleicht sind es (zum Teil) tatsächlich nur ungewöhnliche Zufälle, und wenn nicht, dann wird eine seriöse Untersuchung dies feststellen (selbst wenn die Ursache selbst vielleicht nicht geklärt werden kann).
 

infosammler

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und in der notwendigen Stärke wäre das von unabhängiger Seite bekannt gemacht worden
Notwendige Stärke ist gut, wenn man beachtet das bei Kindern die Hälfte der aushaltbaren Strahlung der Erwachsenen gilt. Bei Föten, tja... kann man sich denk ich vorstellen, wieviel Strahlung diese aushalten.


Radioaktivität ☢ kennt keine Grenzen
Leider nicht. Vorallem treten due Schäden Jahrzente später auf und kein Mensch kann das mehr auf Radioaktivität zurückführen.



Tschernobyl zurückerinnern, wurde damals eine radioaktive Wolke über Europa geweht.
Das war im Mai 86 und ich kam im August 86 auf due Welt. Da war meine kritische Entwicklungszeit schon vorbei.
Abgesehen davon, dass das 33 Jahre her ist und wir noch immer AKW's haben, was alleine schon unfassbar ist, sagen Strahlenwertgrenzen nichts über Folgeschäden aus, sondern nur, dass man nicht gleich auf der Stelle erkrankt oder schlimmsten Falls, das Fleisch einen von den Knochen brösselt, weil Radioaktivität die Zellen zerstört.
Damals haben die Ärzte meiner Mutter und andere Mütter von noch ungeborenen Kindern, geraten so wenig wie möglich ins Freie zu gehen, kein Obst und Gemüse zu essen, welches im Garten wächst und es wurden Jod-Tabletten vorgeschrieben.

Weiters darf man auch nicht vergessen, das werdende Mütter heutzutage sehr gut ärztlich versorgt werden während der Schwangerschaft und man sehr vieles weiß und den Müttern nahegelegt wird.
Dh man achtet schon sehr darauf und wenn dann etwas passiert, dass man sich nicht erklären kann, liegt es nahe, dass es etwas ist, was man nicht wusste bzw einkalkuliert hat. Und da ist so ein Niedergang von Radioaktivität dich naheliegender, als Umweltgifte, welche man eher erkennt als Strahlung.
Weiters zeigen die Fälle, das etwas mit der Zellteilung nicht normal verlief und das weißt auch auf Strahlung hin.
Nebenbei erwähnt ist Tschernobyl 1500 km entfernt und trotzdem ging bei uns keine Wolke nieder.

Aber natürlich wirken, wie im Bericht erwähnt, Pestizide in ländlichem Gebiet auch eine große Rolle. Weil man auch diese nicht kontrolliert aufs Feld bringen kann. Obwohl man bei Wind nicht sprühen darf, kann man nicht genau sagen, ob eben Luftzüge Pestizide nicht doch in der Gegend ums Feld tragen.
Und wie gehabt, Babies, Föten usw haben andere Grenzwerte und Grenzwerte sagen nicht aus, dass man keine Schäden erleiden kann.
 

Helios

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Notwendige Stärke ist gut, wenn man beachtet das bei Kindern die Hälfte der aushaltbaren Strahlung der Erwachsenen gilt. Bei Föten, tja... kann man sich denk ich vorstellen, wieviel Strahlung diese aushalten.
Es gibt keine festgelegte "aushaltbare Strahlung", die Dosisgrenzwerte werden ermittelt aufgrund der statistischen Nachweisbarkeit eines erhöhten Erkrankungsrisikos und gelten nur für die bewusste, künstliche Exposition, bspw. im beruflichen Alltag. Zudem gibt es keine Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern in der Relativstrahlung, auch für werdende Mütter gilt der gleiche Grenzwert (unter der generellen Vorgabe, dass jegliche künstliche Exposition vermieden werden muss). Aber darum geht es gar nicht, weil der von mir erwähnte und von dir zitierte Satz die Frage betrifft, ob ein Unfall mit einer signifikanten Strahlenfreisetzung vertuscht werden kann (kann er nicht). Und ohne signifikante Strahlenfreisetzung wiederum lässt sich keine statistische Häufung erklären, um die es aber geht.

Oder anders herum: wir sind ständig einer Strahlenexposition ausgesetzt, die je nach Region auch deutlich höher ist als die festgelegten Grenzwerte. Daher kann theoretisch jede Erkrankung eine Folge von radioaktiver Strahlung sein, auch ganz ohne irgendeinen Unfall. Eine auffällige Häufung von Erkrankungen muss aber, wenn sie kein Zufall ist, auf eine entsprechend erhöhte Belastung zurückführbar sein. Es gibt aber keine Informationen darüber, dass es eine solche gibt, noch gibt es eine sinnvolle Erklärung dafür, warum es ausgerechnet in Gelsenkirchen (dem ersten hier im Thema verlinkten Bericht nach) und regional nur da zu einer Häufung kommen sollte, wenn man eine französisches Kernkraftwerk als Ursache in Betracht zieht. Die Wahrscheinlichkeit für diese Erklärung ist daher sehr gering, und nur darauf wollte ich hinaus. Wenn es überhaupt mit einer Strahlenexposition zusammenhängt, und schon das ist den Experten nach unwahrscheinlich, so käme eher eine lokale Ursache in Frage, bspw. durch medizinischen Untersuchungen.

Btw., auch so entstehen Fakenews, denn "der nächste" liest nur oberflächlich drüber und schon ist die Geschichte perfekt. Morgen heißt es dann in der Bild "Französische Atomkraftwerke verstrahlen unsere Kinder".
 

Astun

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@Helios
Nichts für ungut, aber es ergibt doch keinen Sinn durch Spekulationen irgendwelche Zusammenhänge zu konstruieren.
Also, ich verteufle die Spekulation nicht grundsätzlich!
Spekulation kann Neugierde erzeugen, vielleicht auch jene Neugierde in Forscherkreisen, welche notwendig ist, um die Zusammenhänge dieser Vorgänge/Vorkommnisse endgültig wissenschaftlich aufzuklären.
Ob sich die Spekulation dann als Tatsache bewahrheitet oder nicht, wird man dann sehen!

Außerdem ist die Spekulation in der Wissenschaft gängige Praxis!
Es gibt Indizien, welche mehrere Interpretationen zulassen.
Es gibt Befürworter der einen Interpretation, aber auch andere Interpretationen haben ihre Befürworter!
Letztendlich wird nur spekuliert, welche Interpretation die Richtige ist!
Letztendlich kann nur tiefergehendere Erforschung der Materie alle Spekulationen ausräumen.
Daher kann die Spekulation auch motivierend wirken, um etwas zu beweisen oder zu widerlegen.
Dabei kommt es aber auch darauf an, mit welcher Prämisse man an die Forschung herangeht:
🔶 Egal was herauskommt, wir werden es wohl als Wahrheit akzeptieren müssen!
🔶 Egal was herauskommt, es kann nicht sein, was nicht sein darf!
Ich würde mir Forschung mit ersterer Prämisse wünschen, wobei ich auf Forschung mit zweiterer Prämisse durchaus verzichten kann!

Muss nochmal nachrecherchieren, wann dieser 2. Mayak-Vorfall genau stattgefunden haben soll!
Irgendwann zwischen 2016 und 2018.
Heuer jedenfalls nicht!
Wann wurden die ersten Kinder dieser Gruppe mit gehäuft aufgetretenen Missbildungen geboren?
In welcher Schwangerschaftswoche werden die Hände ausgebildet?
 

Astun

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Habe einen Link zum 2. Mayak-Vorfall gefunden.
Er soll sich im Herbst 2017 ereignet haben.
Eine Wolke radioaktiven Rutheniums-106 wurde über Europa geweht.
Scinexx hat darüber berichtet!
Hier der Link dazu:
 

Helios

Inventar
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Also, ich verteufle die Spekulation nicht grundsätzlich!
Es geht nicht um die Spekulation, sondern um die Konstruktion von Zusammenhängen aufgrund von willkürlichen Spekulationen. Und das kann nur geschehen, wenn man auf die kritische Prüfung der Spekulationen (Hypothesen) verzichtet und stattdessen auf Interpretationen zurückgreift. Dies ist allerdings das genaue Gegenteil der modernen wissenschaftlichen Forschung.
 

infosammler

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Zur Zeit melden sich auch viele Bauern, deren Tiere auch mit Fehlbildung auf die Welt kommen.
Ich denke schon, dass der Grund etwas ist, den man nicht wirklich kennt bzw merkt.
Radioaktivität und Pestizide finde ich da am naheliegendsten.
 

Astun

Inventar
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@infosammler

Man braucht doch nur den Zeitpunkt der kritischen Entwicklungsphase bei Schwangerschaften, bzw. Trächtigkeiten bei Tieren, mit dem Zeitpunkt der radioaktiven Wolke aus Mayak abgleichen.
Dabei stellen sich mir noch ein paar weitere Fragen:
🔸 Welche Halbwertszeit hat Ruthenium-106?
🔸 Gab es auch belasteten Regen aus dieser Wolke?
🔸 Wenn ja, wo ging dieser Regen nieder?
🔸 Wäre es nicht ratsam, das Gebiet mit den meisten Missbildungen bei Mensch und Tier auf Ruthenium-106 im Boden zu untersuchen?
Eine Abklärung des ganzen Sachverhaltes bedarf meiner Meinung nach einer interdisziplinären Zusammenarbeit.
Ohne ausreichende interdisziplinäre Zusammenarbeit wird man die realen Zusammenhänge nicht erfassen können!

@all

🤔Hmmm, ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
Meine Fragen und Argumente sollen schließlich auch den Ansprüchen von Helios gerecht werden! :gruebel:
Wenn ich etwas vergessen haben sollte, reibt es mir ruhig unter die Nase!
 

Astun

Inventar
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Bei der letzten Extra-Sendung auf RTL haben sie dieses Thema hier auch angesprochen!
Nur war dort nicht die Rede von einem um Gelsenkirchen lokalisierten Phänomen!
In ganz Deutschland wurden Kinder mit verkümmerten, oder nur einer funktionsfähigen Hand geboren.
Auch wurden im Bericht auf Parallelen zum Contergan-Skandal der 60er Jahre aufgezeigt und gefragt, ob wieder ein Arzneimittelskandal dahinter steckt.
Auch Pestizide wurden als mögliche Ursache angesprochen!
Ich persönlich halte aber noch immer die radioaktive Ruthenium-106-Wolke aus Mayak für eine mögliche Ursache.
Zeitpunkt des 2. Mayak-Vorfall: Herbst 2017

Wann wurden die ersten Kinder mit verkümmerten Händen geboren?
Wann werden während einer Schwangerschaft die Hände ausgebildet?
Hat man den Boden jemals auf radioaktives Ruthenium-106 hin untersucht?
Welche Halbwertszeit hat Ruthenium-106?
Das müsste doch noch nachweisbar sein, oder?
In welchen Gebieten hat es im Herbst 2017 Niederschläge in Deutschland gegeben?

Wie ich schon einmal sagte, wird man das nur abklären können, wenn man sich zur interdisziplinären Zusammenarbeit entschließt.
Was mir aber schonmal rein gar nicht in den Kopf geht:
Bei Tschernobyl haben die Schweden als Erster Alarm geschlagen, weil deren Alarmsysteme anschlugen.
Warum hat niemand im Herbst 2017 die radioaktive Ruthenium-106-Wolke registriert, bzw. Alarm geschlagen?
Es wird doch hoffentlich nicht nur Schweden dazu in der Lage sein, dass man radioaktive Wolken aufspüren kann.
Solche Alarmsysteme müssten doch bei jedem Kernkraftwerk oder Wiederaufbereitungsanlage Standard sein!
Irgendwer muss doch etwas registriert haben!
So eine radioaktive Wolke kann/darf nicht unbemerkt über Europa hinwegziehen, ohne dass die Bevölkerung gewarnt wird!
 

Helios

Inventar
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Meiner Ansicht nach verrennst du dich gerade massiv, und ich will dir nicht zu nahe treten oder gar beleidigen, aber ich vermute, es liegt daran, dass du dich in dem Bereich nicht wirklich gut auskennst? Das wäre ja weder schlimm noch verwerflich, nur warum dann solche Spekulationen?

Die "radioaktive Wolke" aus Ruthenium-106 wurde natürlich von etlichen Messstationen in ganz Europa im Herbst 2017 detektiert und auch durch Bodenmessungen bestätigt, da allerdings zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr bestand gab es keinen Grund, die Bevölkerung zu warnen (und so womöglich eine Panik auszulösen). Die höchste Aktivität in Deutschland lag bei 5 mBq pro Kubikmeter Luft, in Österreich genauso wie in Osteuropa jeweils deutlich unter 50 mBq/m³, lediglich in Rumänien wurden noch etwas höhere Werte festgestellt - insgesamt sind auch das aber noch niedrige Werte.
Hinzu kommt, dass Ruthenium-106 in einem Beta-Minus-Prozess zerfällt (zu Rhodium-106, das ebenfalls in einem Beta-Minus-Prozess zum stabilen Palladium zerfällt) und daher maximal auf die äußersten Hautschichten (und auch nur in unmittelbarer Nähe zum Zerfall) oder durch Inhalation wirkt. Würde man die höchsten Werte von 50 mBq/m³ eine Woche lang (und so lange haben sich diese Werte nicht gehalten!) dauerhaft inhalieren, hätte man eine Äquivalentdosis von etwa 0,05 mSv aufgenommen. Zum Vergleich, die "natürliche" Strahleneinwirkungen auf den Menschen liegt (und schwankt) in Europa zwischen 0,5 und etwa 4 mSv, im Hochgebirge auch darüber hinaus.

Selbst mit der höchsten Konzentration unter den ungünstigsten Umständen wäre die Strahlenbelastung nicht annäherend hoch genug, um eine signifikante Häufung von Fehlbildungen zu erklären. Schon deswegen kommt die "Ruthenium-106-Wolke" genauso wenig in Betracht wie irgendeine andere überregionale radioaktive Strahlung (bspw. durch ein Kernkraftwerk) - es gibt dafür schlicht keine passenden Messwerte. Allerdings wiederhole ich mich da.

Hinzu kommen auch noch die anderen Aspekte, etwa, dass die Fälle in Frankreich eine statistische Entwicklung über die letzten 20 Jahre beschreiben, und dass es augenscheinlich regionale Häufungen gibt. Aus gutem Grund gehen die Experten davon aus, dass es dementsprechend regionale Ursachen haben könnte oder es einen anderen Zusammenhang geben muss - wenn es denn überhaupt einen gibt, und das ganze nicht doch nur "Zufall" ist. Grundsätzlich kann man natürlich auch radioaktive Strahlung für einen Teil der Fälle nicht ausschließen (auch wenn es unwahrscheinlicher ist als andere Erklärungen), wie ich bereits sagte aber nicht aus einer überregionalen Quelle, sondern in Form eines regionalen Unfalls (bspw. in einer medizinischen Einrichtung).

Meine Fragen und Argumente sollen schließlich auch den Ansprüchen von Helios gerecht werden! :gruebel:
Es geht nicht um meine Ansprüche, sondern um die Wahrheit und wie man ihr auf die Spur kommt. Dafür kann eine Spekulation hilfreich sein, aber nur wenn man diese dann auch entsprechend kritisch prüft und gegebenenfalls wieder verwirft. Ich habe bereits zu anfang dargelegt, dass es kein Indiz für eine überregionale radioaktive Strahlung als Ursache gibt, weil die Messwerte dahingehend eindeutig sind, und die Spekulation "überregionale Radioaktivität" daher nach kritischer Prüfung verworfen werden muss.
 

viennatourer

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106 Ru hat eine Halbwertszeit von ~1 Jahr

Die in Deutschland gemessene Menge .......
Oktober 2017 wurden in mehreren Ländern Europas erhöhte atmosphärische 106Ru-Konzentrationen in der Größenordnung 10 mBq/m3 gemessen, die allerdings weit unterhalb normaler Luftaktivitäten lagen. Quelle-Bundesamt für Strahlschutz BfS /Artikel ntv
....spricht eigentlich gegen 106 Ru als Verursacher,es sei denn die Eltern waren damals in unmittelbarer Umgebung des Vorfalls.
Ruthenium-106 ist ein Betastrahler und zerfällt zum ungiftigen Rhodium-106. Von außen dringt Betastrahlung nicht tiefer als bis in die Haut.
In den Körper aufgenommen, zum Beispiel in Form von Staub, gilt es jedoch durch seine Strahlung als Krebs erregend.
Es reichert sich nicht in einzelnen Organen an, verhält sich chemisch ähnlich wie Eisen, so dass es an Proteine des Eisenstoffwechsels sowie das Hämoglobin bindet und so in den ganzen Körper gelangt. Quelle- spectrum de
Wie die Verantwortlichen solcher Anlagen oft ticken, ist halt wieder ein eigenes Kapitel.....

Ein Interview mit dem Majak-Direktor über die Entsorgung radioaktiver "Abfälle"...
Seit dem 19. November 2010 gilt zudem eine neue Norm, nachdem die leichtaktiven Abfälle gar nicht mehr als Abfälle gelten. Quelle -majak-direktor
Nicht nur in Russland wird so gebrieft, auch in der Schweiz gibt´s solche -Herzerln-......
mussten nun Axpo-Geschäftsleitungsmitglied Manfred Thumann und Fabian E. Jatuff, Leiter Kernbrennstoff des AKWs Gösgen, erstmals zugeben, dass «ein Teil des Urans leider auch aus Majak kommt Quelle-Atom Manager-
 
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