Buddhismus - Das Herz aller Religionen ist eins

lajosz

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2. Wie vereinbart man als westeuropäischer Mensch, mit der Gier nach Materiellem den buddhistischen Grundsatz, dass "Besitz Leiden schafft"? Theoretisch müsste man doch als ernsthafter Buddhist alle weltlichen Güter meiden? Ist dieses Loslösen von unserer materiellen Gesellschaft eine Voraussetzung, um Buddhist zu werden? Oder darf man sich weiterhin an Gütern erfreuen? Wenn ja, wie und wo zieht man hier die Grenze?

ja, siehe:

http://www.20min.ch/ausland/news/story/16938079

besitz schafft kein leiden, nur die anhaftung an materielle güter. letztendlich aber gibt es kein ich welches etwas besitzen kann. insofern ist "leiden" (eigentlich eher als unerträglich, oder unangenehm zu übersetzen) ja nur ein produkt unserer falschen schlussfolgerung dass ein ich existiert. wenn ich also erkenne dass ein ich gar nicht existiert kann ich nicht anhaften und somit kann ich gold und materielles ansammeln soviel ich will.

deshalb gibt es im theravada auch keine regeln für die mönche was sie besitzen dürfen und was nicht. nicht der besitz ist schlecht, nur verleitet der besitz dazu mich dadurch zu definieren, was im buddhismus eben ein trugschluss ist.

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und da ich wieder ein gespräch hatte mit einem westlichen buddhisten (und seinen unglaublichen ansichten) hier noch eine kleine liste der grössten irrtümer hier im westen:

nein, buddhisten sind keine vegetarier, weder die laien noch die mönche. buddhisten können natürlich vegetarier sein, jedoch gibt es kein verbot von fleisch (ausser, mensch, hund, affe, elefant und noch einige weitere). ein kleiner kunstgriff: man lässt andere die tiere töten und ist dann selbst feinraus.

nein, die erleuchtung erlangt man nicht durch die meditation. und nein, wenn man erleuchtet "wird" geht man nicht ins nirvana. und nein in's nirvana geht man nicht weil es kein ort ist und ebenso kein zustand. der letzte erleuchtete buddha war der uns bekannte siddharta gautama, auf ihn folgt noch einer (in vielen jahren), danach wird die erde zerstört. ein buddha ist ein mensch welcher aus sich heraus den weg zur erleuchtung schafft, also ohne lehrer.

nein, buddhistische mönche sind keine asketen, das asketentum wird im buddhismus abgelehnt.

nein, der dalai lama ist nicht oberhaupt der buddhisten. der dalai lama ist überhaupt kein oberhaupt, er ist oberster lehrer einer sekte (von vier) des tibetanischen buddhismus- und nur anerkannt von dieser sekte.

nein die buddhistische lehre besagt nicht dass ich nach dem tod wiedergeboren werde.

ja, buddha war allwissend (jedoch nicht allmächtig) und hatte superkräfte (zukunft voraussagen).

so, nun reichts aber... :D
 
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Neamond

Der Casanova
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stimmt nicht alles , was du da sagst aber gut vl hab ich da auch ne andere "sekten" richtung gehört wie du es so schön betitelst :)

ich tendiere eh eher zum hindu als zum Budhismus
 

lajosz

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was stimmt denn nicht?

(soweit ich weiss gibt es im mahayana durchaus auch ordensregeln welche den fleischgenuss für mönche und nonnen untersagt. für mich ist aber die lehre buddhas zentral und definiert den buddhismus, also theravada).
 
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