Glyphosat

viennatourer

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wo sind aktuelle studien, die genau diesen zeitraum beleuchten?
;-) Die gibt es ja,nur kommt sie halt zu einem Ergebnis,das die Begründung für ein Totalverbot nicht stützt,siehe Beitrag am Ende des Postings.

Andere Studien müsste Österreich erst mal in Auftrag geben und dann auch liefern,steht ja so auch im (schon zitierten) Bericht.....
Es müssten neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorgelegt werden, die bei der EU-weiten Zulassung von Glyphosat 2017 nicht bekannt waren. Oder es müssten spezielle Probleme etwa für Umwelt oder Gesundheit nachgewiesen werden, die es nur in Österreich, aber in keinem anderen EU-Staat gibt.
Selbst wenn,wie´s allerdings mit der Anerkennung neu erbrachter Gutachten,Stichwort- Gegengutachten, aussieht
steht dann vermutlich wieder auf einem anderen EU-Papier.

Möglicherweise will man auf den Faktor Zeit setzen und erst mit auslaufen der EU-Zulassung (Ende 2022) dieses leidige Thema beenden.
Auch wird abzuwarten sein wie der Entscheid ist,wenn von den Konzernen eine neuerliche Verlängerung bei der EU beantragt wird.
Der letzte "Umfaller" von Deutschland ist mir jedenfalls in bester Erinnerung und muss ja durchaus kein Einzelfall bleiben.
Die Konzerne hatten sich eine Wiederzulassung von mindestens 10 Jahren erhofft.
In zwei Jahren müssen sie nun einen erneuten Zulassungsantrag einreichen.
Dann spätestens beginnt die Auseinandersetzung um Glyphosat von neuem.
Oder es gibt bis dahin längst -neue- Produktinhaltsstoffe,die nicht unter das dzt. gültige Verbot fallen
und unter neuem Namen beginnt das ganze von vorn.
Mein Fazit- Glyphosat ist längst noch nicht weg.

Die Franzosen haben das klüger hingekriegt.
Als ein Totalverbot im Parlament scheiterte, nahmen sie sich -einzelne-Produkte via staatlicher Agentur für Lebensmittelsicherheit
zur Brust, siehe....Frankreich-Teilverbot von Glyphosatprodukten.
Ab 2020 dürften insgesamt 36 Glyphosat-Produkte nicht mehr verwendet werden. Diese machen nach Angaben der Agentur fast drei Viertel des Volumens der im Jahr 2018 in Frankreich verkauften Glyphosat-Produkte aus. Weiteren vier Produkten, die Glyphosat enthalten, soll die Zulassung aufgrund unzureichender Daten zu möglichen Gesundheitsrisiken verweigert werden
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Übrigens fand ich eine Pressemeldung,in der eine in Auftrag gegebene Studie 1 Tag vor Abstimmung im Nationalrat
präsentiert wurde in der vermerkt war...
am 1. Juli, hatten Universität für Bodenkultur (Boku) und Agentur für Ernährungssicherheit (Ages) eine gemeinsame Studie präsentiert. Das Ergebnis der von Bund und Ländern beauftragten Untersuchung: Glyphosat berge "kein erhöhtes Risiko" im Vergleich zu anderen zugelassenen Herbiziden, darüber hinaus sei ein Totalverbot aufgrund einer (bis 2022) aufrechten EU-weiten Zulassung EU-rechtswidrig. quelle- kurier
Dürfte wohl an den Parteien die für das Verbot stimmten in der Euphorie von -Alle gegen Kurz- völlig vorüber gegangen sein,
zumal ja nur die ÖVP gegen das Totalverbot stimmte.
Vielleicht war´s ja nur der vorgegebene Klubzwang bei Abstimmungen, quasi eine -justament- Entscheidung der "Häuptlinge"-
//Stichwort-Wahlkampf//, der die ROT/BLAU/NEOS/JETZT Fraktionen,des National und Bundesrates im nachhinein nun so blöd dastehen lässt.

Oder, die ÖVP hat schlicht als einzige Partei den Bericht gelesen und auch den Inhalt verstanden;
wie sie auch Kenntnis von den Regularien der EU hatte.
Und sie ließen die "Revoluzzer" halt einfach auflaufen,da diese ja sowieso keinerlei rationalen Argumentation zugänglich waren.
Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren:)
 
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