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Wieviel Macht hat die untergehende Weltmacht USA noch?

Klogeist

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Hmmm du siehst ja alles negativ in Russland, da is wohl auch was wahres dran.

Kommt mir vor als würde Russland so langsam aber sicher dahinsiechen wie einst das Römische Reich. Vielleicht gibts Russland in der Forma gar net mehr in hundert Jahren. 🤔
Bin jetzt kein Russlandfreund oder so, is mir eigentlich egal was da is aber die Weltbühne ohne Russland ist für mich schwer vorstellbar.

Nagut, der Weltsicherheitsrat machts möglich^^
Wobei der auch mal neu gestaltet gehört.
 

Helios

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Ich muss es realistisch einschätzen, da bleibt leider nicht viel positives übrig, weder wirtschaftlich noch technologisch. Punktuell sieht das anders aus, Gegenbeispiele gibt es immer, insgesamt betrachtet ist es aber eine seit Jahrzehnten negative Entwicklung, bei der es zwar auch mal Hoffnungsphasen gab - die aber sehr schnell wieder zunichte gemacht wurden.
 

Gorgo

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d.h. also es wird in der bemannten raumfahrt nie wieder so gut werden wie zu kalten krieg zeiten...? der wettbewerb macht's halt aus. obwohl ich wettbewerb ja lächerlich finde. besser ist schon kooperation. nur so konnten wir zB. eine aufnahme des schwarzen lochs sehen. weil sich viele zusammengetan haben.
wettbewerb... der weltraum is echt groß... wer soll da als erster an welchem ziel sein, fragt man sich. mond sind wir geflogen, aber dann hat's keinen mehr interessiert.
wenn ich nicht irre, waren die chinesen auf der anderen seite des mondes. wieso nicht die NASA?
 

Helios

Inventar
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Allgemein betrachtet? Ganz ehrlich, das Space Race hat der Anfangsentwicklung in den sechziger Jahren gut getan, allerdings auch zu viele unnötigen Risiken und vermeidbaren Doppelentwicklungen geführt. Die Mondlandung ist zwar das herausragendes Ereignis, hat aber für die Gesamtentwicklung streng genommen eine untergeordnete, vielleicht sogar negative Rolle gespielt, weil zu viele Ressourcen für ein einziges Ziel ohne langfristige Strategie aufgewendet werden. Der wirkliche Triebmotor für die bemannte Raumfahrt war die Kooperation, und wer weiß wo wir heute wären wenn es, wie es übrigens von Kennedy vorgeschlagen wurde, eine gemeinsame sowjetisch-amerikanische Mondmission gegeben hätte? Die wahren Erfolgsgeschichten hatten immer mehrere Väter, von Apollo-Sojus über die MIR bis zur ISS und, in die Zukunft geblickt, Orion und das Gateway. Die jeweiligen Ziele mögen ohne Konkurrenzkampf langsamer erreicht werden, dafür werden sie aber nachhaltiger verfolgt. Vermutlich brauchen wir eine Mischung aus beidem, um auch die Spannung hoch zu halten und die Finanzierung zu rechtfertigen. Die NASA will zur Zeit genau diesen Weg gehen, wir werden sehen, wo uns das hinführt.

Speziell was Russland angeht, da ist die Hochzeit der bemannten Raumfahrt auf lange Sicht vorbei, wenn man es nur die rein nationale Leistungsfähigkeit sieht. Allerdings ist das in meinen Augen die falsche Betrachtungsweise, denn zum einen ist es eine enorme Fallhöhe, zum anderen muss man die Fähigkeiten immer im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen betrachten. Ich habe es hier mehrfach erwähnt, Russland ist abgesehen von der geographischen Größe in vielen Belangen ein "kleines Land" verglichen mit den USA, China oder Europa (in dem Fall als ESA zugar zutreffend), und in diesem Kontext ist die Beteiligung an wichtigen Programmen wie etwa dem Gateway durchaus eine Leistung, die es zu würdigen gilt. In ein paar Wochen (voraussichtlich) wird Russland an sich verzichtbar werden, wenn die USA wieder selbst Astronauten ins All schicken können. Dass sie es nicht werden und sich weiter beteiligen wollen ist ein gutes Zeichen.
 

viennatourer

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nur so konnten wir zB. eine aufnahme des schwarzen lochs sehen. weil sich viele zusammengetan haben.
Hatte aber jetzt weniger mit der Raumfahrt zu tun,die Aufnahme entstand durch einen bodengestützen Teleskopverbund.
alles negativ in Russland,
Wobei ja der russische Anteil an div. Allmissionen über Jahrzehnte kein kleiner war/ist.
Sojus gilt als eine der verlässlichsten und kommerziell erfolgreichsten Trägerraketen,mit;in 50 Jahren; etwa 2000 Starts
und sehr wenigen Ausfällen und die Verwendung der Technik von RD-180 in der ersten Boosterstufe
verhalf auch anderen Nationen( zb. Indien,USA) ihre Teile nach -oben- zu bringen.

Aber wie Helios schon anmerkte.....
Was die Fähigkeiten angeht nützen jahrzehntelange Erfahrung nur bedingt, besonders wenn es um neue Technologien geht
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
@ klogeist schrieb....
....... von französisch Guyana starten lassen hab ich ja noch gar net gewusst
Wie ich ja bereits click/-hier-/ schrieb,ist es eine Kosten/Nutzen Rechnung.
Warum es kostengünstiger ist,oder eben auch nicht ist, diesen oder jenen Startplatz für Raketenstarts auszuwählen
findet sich im Link unter Punkt 7 .
 

Klogeist

innerer Zirkel
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Hmmm, also im Grunde genommen wird das neue Spacerace zwischen den USA und China stattfinden.

Europa wird zwischen drinnen hängen, was ja net schlecht ist und Russland wird ne Statistenrolle einehmen.
Den Rest kann man getrost in die Tonne treten.....ja ich halte von den Raumfahrtprogrammen von Indien und solchen Ländern gar nix.
 

Helios

Inventar
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Wenn es überhaupt ein echtes "Space Race" gibt, aktuell ist das (wenn überhaupt) nur im militärischen Bereich der Fall. Die Grundvoraussetzungen sind aktuell halt ganz andere, auf der einen Seite eine aufstrebende Macht die sich auch mit einem zivilen Raumfahrtprogramm (das bei allen Nationen sowohl der wissenschaftlichen Forschung, der wirtschaftlichen Entwicklung und dem politischen Prestige wie auch der Weiterentwicklung militärisch nutzbarer Technologie dient) als Weltmacht etablieren wird und dabei schnelle Fortschritte macht, auch weil es Unterstützung bekommt und wichtige Grundlagenforschung nicht mehr notwendig ist (beim ersten Space Race war alles Neuland, jeder Orbit, jeder Transfer, jede Technologie musste neu entwickelt werden), auf der anderen Seite eine seit Jahrzehnten etablierte Weltraummacht, die den nächsten Schritt der Privatisierung beherrschbarer Technologie bereits gegangen ist und daher einen riesigen Vorsprung besitzt. Vor 65 Jahren sah die Situation ganz anders aus, da war es ein echter Kampf auf Augenhöhe.

Was Europa angeht gehört man nicht zu den Statisten, sondern ist eher Nebendarsteller. Technologisch sehr weit fortgeschritten und mit starken unbemannten Programmen wäre man theoretisch durchaus in der Lage, am bemannten Space Race teilzunehmen, wenn man das wollte. Was man ziemlich verschlafen hat ist die Unterstützung der Kommerzialisierung, allerdings nicht nur von politisch-institutioneller Seite, sondern auch von Seiten der Wirtschaft (die in der Beziehung ja eh "konservativer" ist, siehe Tech-Unternehmen).

Wieso du meinst, dass man den "Rest in die Tonne treten kann" erschließt sich mir allerdings nicht. Indien hat ganz arge gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Probleme und wird sich als Gesellschaft erst konsolidieren müssen, allerdings gleich in mehrerer Hinsicht ziemlich gute Voraussetzungen in Zukunft eine große Rolle zu spielen: es gibt eine starke militärische Unterstützung (aufgrund der Konflikte mit Pakistan und China), es existiert ein sehr großes wirtschaftliches Potenzial und, das kurzfristig wichtigste, es existiert ein etabliertes (wenn auch noch unterfinanziertes) Raumfahrtprogramm. Das Land besitzt funktionierende Trägerraketen für alle unbemannten Missionstypen und hat die Fähigkeiten für interplanetare Missionen bereits nachgewiesen.
Japan ist technologisch noch weiter fortgeschritten, besitzt ein etabliertes Trägerraketenprogramm und ein solides, auf die unbemannte Forschung ausgerichtetes Weltraumprogramm inklusive der nachgewiesenen Fähigkeit für interplanetare Missionen. Aufgrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gesamtsituation hat man nicht das gleiche Entwicklungspotenzial wie Indien, ist sich dessen aber auch bewusst und sucht daher gezielt die internationale Kooperation zur Beteiligung an größeren Missionen wie etwa der bemannten Raumfahrt und punktuell wichtige Einzelmissionen zur Durchführung unter eigener Leitung. Ich finde das durchaus beachtenswert. Andere Nationen halten es auf kleinerem Niveau ebenso und verdienen dafür in meinen Augen ebenso Respekt.
 

Klogeist

innerer Zirkel
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Wie du oben schon erwähntest, Indien hat Allerlei Probleme und hat da im All nix zu suchen. Die sollen die Kohle lieber in die Infrastruktur bzw in die Gesellschaft investieren weil dass da ganz ganz im argen liegt.
Ich kann so ein Land net für voll nehmen eher solche Probleme net gelöst sind.
Ich meine auch net Japan, Respekt vor dem was die da auf die Beine gestellt haben.

Es geht mir halt mit dem "Rest" darum.........warum müssen kleine Länder die net mal in der Lage sind durchgängig Strom in die Häuser zu bringen, schlechte Infrastruktur haben oder in gesellschaftlicher Schieflage sind ein Weltraumprogramm haben?
Das is für mich totaler nonsens.
 

Helios

Inventar
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Ein solides Raumfahrtprogramm kann aber auch helfen, diese Probleme zu lösen. Die Erdbeobachtung hilft bei der Landwirtschaft und kann bei Katastrophen Hilfe leisten (sowohl bei der Vorbeugung wie auch bei der Bewältigung), ein gesichertes, unabhängigen Kommunikationssystem kann vor ausländischer Einflussnahme schützen und die Bildung sowie Forschung fördern. Diese beiden Punkte (Grundversorung und Bildung) sind zivilisatorische Motoren, darüberhinaus werden perspektivisch nur Wissen und Technologie bei der Problemlösung helfen. Dafür eine Kooperation zu suchen ist sinnvoll, ausschließlich Hilfe in Anspruch zu nehmen führt allerdings in die Abhängigkeit. Wir erleben dies bei einigen Nationen, gerade auf dem afrikanischen Kontinent, die sich China nahezu vollständig unterwerfen in der Hoffnung, so die grundlegenden Probleme lösen zu können.

Für mich ist es auch nicht logisch, warum jeder Kleinstaat ein eigenes, unabhängiges Raumfahrtprogramm braucht. Da bin ich völlig bei dir. Für große Schwellenländer ist es aber ein durchaus nachvollziehbarer Schritt. Insofern gehe ich dein "Indien hat im All nichts zu suchen" nicht mit, im Gegenteil, solange ein signifikanter Teil dieser Programme wissenschaftlicher Natur sind, können sie einen notwendigen gesellschaftlichen Schub entwickeln. Mehr Wissen ist immer gut für eine Gesellschaft, perspektivisch bis hinein in die untersten Schichten.
 
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