Religonsfreiheit

Trinity

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Von mir aus kann man das gern auch in der Öffentlichkeit machen, aber nur solange die Freiheit bis zur eigenen Nasenspitze oder dem Bauchnabel reicht, je nachdem, was weiter vor steht...
Mir kann es doch voll egal sein, wie jemand schwimmen geht, was er am Kopf und um den Hals trägt, ob er 5 mal gen Osten beten will oder sonstwas. Solange er es mir nicht aufzwingt und es meine Lebensqualität nicht verschlechtert, ist es mir wirklich egal. Rauchpause, Klopause, Betpause, egal.
Nur Missionieren mag ich gar nicht.
 

infosammler

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Nur Missionieren mag ich gar nicht.
Tun sie alle, also die Menschen.
Was da als Religion bezeichnet wird... könnte man nicht behaupten das wären halt nur Angewohnheiten?

Was ist noch tiefer, verwurzelter Glaube und was nur oberflächliche Angewohnheit?
 

Noir

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Das mit dem Missionieren ist wirklich so eine Sache die mich auch sehr nervt,aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass das nur von wirklich gläubigen gemacht wird und genau das sind die Leute die das mal besser Daheim machen sollten...die "Christen" sind da die schlimmsten.
 

infosammler

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Wahrscheinlich ist die Demut als erstes flöten gegangen, wobei sie eigentlich Kernstück sein sollte.

Religionen wollen den Menschen und der Welt einen Stempel aufdrücken. Und da fängt das Disaster schon mal an, ICH will den Stempel aufdrücken, ICH halte es für richtig, ICH will, ...
Kann man, aber wenn es dann noch Konsequenzen hat, die gegen andere gehen....

Weiß gar nicht ob Religion und Freiheit etwas ist, das man vereinbaren kann. Religionsfreiheit. Wenn due Religion nicht frei sein kann, weil es ja gar nicht darin gelehrt wird, kann man von einer anderen gar nicht erwarten, das sie es dem Rest entgegenbringt.

Also Religion ist gegen die Freiheit, weil sie einem alles vorgibt.
 

Gorgo

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weil ich grad bei Fellner Live wieder mal den stadler sehe... netter mann, aber mit dem würde ich nie diskutieren wollen weil er sagt ja selber, dass er die schöpfungsordnung vertritt.

nein. wenn ein mensch tatsächlich glaubt, dass ein herrgott... und was soll das überhaupt sein... ein mischwesen aus einem göttlichen wesen und einem irdischen mann?... hat er ein geschlecht?... einfach alles was es gibt irgendwie erschaffen hat...

dann hat er/sie bei jeder intellektuellen unterhaltung schon mal keine chance.

sowas nervt mich. weil es feige ist. es erfordert schon mut, über den tellerrand hinaus ins unbekannte zu schaun. auch wenn es fragen aufwirft, auf die man viell. nie eine antwort erhalten wird. ich kann damit leben.

würd gern mal wissen was die christlichen user dazu meinen.


aber grudsätzlich stimm ich Noir zu:
religion daheim, weil es eine zu starke reibfläche ist. reibflächen haben wir genug in der gesellschaft.
also 100% säkularität rein zur friedensstiftung.
 

Noir

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Ich hatte im April eine echt super süße junge Frau kennen gelernt die leider ein kleines Religions-Problem hat.
Ich habe ihr versucht meinen Standpunkt dazu klar zu machen und zwar das ich es gut finde wenn Jemand Glaubt aber ich Religionen ablehne auf grund der ganzen Kacke die da durch passiert und gemacht wird.
Sie hat sich leider sehr von Ihrer gläubigen Tante beeinflussen lassen und das hat dann mit dazugeführt dass das mit uns total in die brüche ging...
Die Tante meinte der Anti-Christ hätte mich geschickt und all so etwas... habe die Frau nie getroffen worüber ich echt froh bin.
 

infosammler

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@ noir

Und dann fragt man sich, wenn es Gott gibt, was er lieber sehen würden? Liebende ohne Bedingungen, oder Gebrochene, die wegen ihm auseinander gegen.
Ist zwar etwas schwarz und weiß....:obiggrin:
 

Noir

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@infosammler

Joa ich denke Gott hätte nach allem was der Kleinen passiert ist im Leben das zwischen ihr und mir befürwortet. Aber naja vielleicht hatte ja doch der Anti-Christ seine Finger im Spiel und hat die olle Tante fehlgeleitet.
Aber daran sieht man mal wieder was Religion anstellt mit den Leuten.
 

Trinity

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Aber ich find, das hat dann wenig mit Religion zu tun, sondern mit einem schwachen Charakter. Wäre es nicht das Religionsthema gewesen, denke ich, hätte sie sich wegen was anderem beeinflussen lassen.

Ich und Merlin sind da auch ein gutes Beispiel. Ich bin zwar aus der kath. Kirche ausgetreten, so wie er, ich würde mich aber als spirituell bezeichnen, während er Atheist ist.

Wir kommen super miteinander aus. Aber das liegt daran, dass ich ihn nicht missionieren will und er mir meinen "Glauben" lässt. Ich belästige ihn nicht damit und er belustigt sich nicht. Leben und leben lassen.
 

Helios

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Religion ist nicht gleich Religion, Mensch ist nicht gleich Mensch, und ich finde es immer eine schlechte Idee, alle über einen Kamm zu scheren. Es gibt zwar immer auch Fälle, in denen die falschen Dinge aus den tatsächlich richtigen Gründen gemacht wurden, das meiste "Schlechte" geht aber von Menschen aus, die genau dieses "Schlechte" wollen und dafür einen Vorwand nutzen, sei es bewusst oder unbewusst. Dementsprechend bin ich nicht für pauschalisierte Verbote oder Einschränkungen, sondern umgekehrt für jede individuelle Freiheit, solange sie die Freiheiten der anderen nicht beschränkt; das schließt natürlich auch Religionsfreiheit mit ein.

Allerdings sehe ich auch genau da einen Knackpunkt in der Religionsauslegung vieler Menschen. Mal abgesehen davon, dass auch die institutionalisierten Religionen durch stetige Interpretation in ihrer Auslegung bereits stark verwässert sind (gleichwohl immer noch Absolutheitsanspruch besitzen, meistens jedenfalls), so deckt sich die individuelle religiöse Ansicht nicht mit den eigentlichen Vorgaben des eigenen Glaubens. "Das Christentum" genauso wie "der Islam" (beides gibt es so homogen nicht, ich beziehe mich auf die Hauptanteile der institutionalisierten Kräfte) fordern und fördern noch immer die Missionierung durch ihre Mitglieder, und wer sich dem entzieht handelt gegen die Ziele der eigenen Kirche. Trotzdem wirst du viele "Christen" und "Moslems" finden, die andere nicht aktiv missionieren, sondern nur ihre persönliche Ansichten ausleben wollen.

In meinen Augen geht es daher bei der Religionsfreiheit auch um die Frage, welche Freiheiten eine aktiv missionierende institutionelle Kirche besitzen darf. Und dieser Aspekt muss für eine sinnvolle Betrachtung vom persönlichen Ausüben der individuellen Glaubensvorstellungen getrennt werden - wenn man die gesellschaftlichen Ansichten besser abbilden will. Daran haben natürlich die institutionalisierten Religionen wenig Interesse. :owink:

Nur damit mir keine Einseitigkeit vorgeworfen wird, es gibt auch zahlenmäßig relevante Missionsforderungen in Hinduismus und Buddhismus (aber keine Mehrheit), im Judentum sind sie hingegen lediglich bruchstückhaft ausgeprägt.
 
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