Wird man durch seine Gene zum Mörder?

Zwirni

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Fred

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Gene macht man gern für alles Mögliche verantwortlich. Ich frage mich dann nur, wozu man dann eigentlich Leute therapiert.
 

UFO-Pilot

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Da hast du Recht Fred.
Oder warum verurteilt man Mörder zum Tode wenn sie ja nichts dafür können.
Mutieren die Gene im Gefängnis oder warum werden die meisten nicht mehr rückfällig?
Also viel halte ich von der Studie nicht.
 

!Xabbu

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Ich muss Dich da leider korrigieren. Die Rückfallquote von ehemaligen Inhaftierten ist nicht unerheblich. Hierbei kommt es natürlich auf die Tat und auf das Alter an.

Jugendstraftäter werden sehr häufig rückfällig (ca. 70%), sie haben ja auch mehr Zeit dafür zur Verfügung als zum Beispiel jemand, der mit 60 aus der Haft entlassen wird.
Sexualstraftäter haben ebenfalls eine hohe Rückfallquote (ca. 70%).

Günstiger sieht es bei Mord- und Tötungsdelikten aus - hier werden "nur" 23% rückfällig, da die Tat meist ein Beziehungsweise- oder Affektdelikt war.

Du siehst, dass inhaftierte Verbrecher sich häufig nicht im Gefängnis ändern. Gerade diejenigen, die nicht im Affekt handelten sondern eine kriminelle Laufbahn eingeschlagen haben oder (genetisch bedingt?) zum Sexualstraftäter wurden, werden sehr häufig rückfällig.

Quelle:
http://www.bmj.de/DE/Recht/Strafrec...7525F7BF681CB6E99C308426C.1_cid297?nn=1470118
 

infosammler

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Gene machen einem nicht zum mörder, erst wenn man jemanden umbringt ist man einer. Und falls es tatsächlich ein gen gibt, dann liegen zwischen der genvorhandenheit und einem mord aber welten.
Es gibt menschen mit sehr hohen aggressionslevel und dann wieder welche, die sind aggressionslos. Ich denke 50, 50, also gene und erziehung (lebensweise).
Aber zum mörder macht einem ein mord und kein gen. Sollte nicht als ausrede oder erklärung dienen.
 

Dumdidum

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Ich finde allerdings den Ansatz das bestimmte Verhaltensmuster auf fehlerhafte Strukturen im Gehirn zurückzuführen sind gar nicht so schlecht. Dabei geht es gar nicht unbedingt drum etwas zu entschuldigen (oder jemanden einzusperren bevor er etwas getan hat) sondern auch einfach Grenzen zu finden. Manche Menschen sind vielleicht einfach nicht therapierbar.
 

Dana Scully

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Nun Gene machen einem nicht zum Mörder. Gene sind nur die Basis das Grundgerüst. Sie bestehen aus Erbanlagen und Mustern des Körperbaus und von Erbkrankheiten und manche sind auche defekt. Der zweite Teil aus dem Gene bestehen sind Möglichkeiten die, unter richtigen Voraussetzungen und die richtige Umgebung sich aktivieren und schlagend werden. Der dritte Teil sind die sogenannten inaktiven Teile. Ist natürlich eine grobe Unterteilung.
Es gibt eine Gruppe von Morden vorwiegend Serienmorde und auch krankhafte Morde sie können auf Verletzungen des Gehinrs oder teilweise genetisch bedingte Störungen des Verhaltens oder des Gehirnes zurückgeführt werden können. Dies beträgt aber höchstens einen Anteil von 23% aller Morde.
Der grossteil 67% werden im sogenannten Affekt begangen. Eine emotionale Ausnahmesituation in der die Kontrollinstanz Grosshirn ausgeschalten wird und das Stammhirn die Funktionen übernimmt. Das Stammhirn in dem der Sitz der Instinkte und auch ein Teil der Steuerung des vegetativen Nervensystems angesiedelt ist. Erinnerungsspeicherung ist nicht möglich daher fehlen solchen Mördern auch wirklich die Erinnerungen an die Tat. Dies ist feststellbar durch diverse neurologische Untersuchungen und Tests. Für den Affektzustand wird hauptsächlich das Adrenalin verantwortlich gemacht, welches in der Zirbeldrüse ausgeschüttet wird. Dieser erhöhte Adrenalinspiegel führt bei Männern, 89% aller Affekttäter sind männlich, in Kombination mit Testosteron zu dem Mord. Ergo ein biochemisch-hormoneller Vorgang
kombiniert mit einem emotionalen Ausnahmezustand nichts gentisches führt zum Mord.
Die dritte Gruppe sind sogenannte planvolle Morde wo sehr lange geplant wird wie man jemand aus Gier, Rache oder just for fun um nur wenige Gründe zu nennen zu töten. Antrieb hierbei sind niedere Motive. Jeder mensch kann töten das ist der Fakt das nichts mit den Genen sondern einer evolutionären Entwicklung zur Verteidigung oder im Kampf zu tun hat.

Dana
 

viennatourer

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Ich muss Dich da leider korrigieren......

Ich dich auch,denn du konterst eine US-Studie mit einer Deutschen,das kann so nicht funktionieren ;-)

Günstiger sieht es bei Mord- und Tötungsdelikten aus - hier werden "nur" 23% rückfällig, da die Tat meist ein Beziehungsweise- oder Affektdelikt war.
Auch hier ist der Staatenvergleich obsolet,dann in der US-Rechtssprechung,bekommt ein wegen vorsätzlicher Tötung verurteilter Straftäter wenig bis keine Chance seine Abartigkeit (zumindest-draußen-) nochmal auszuleben.

In den USA ist lebenslang eben wirklich bis zum Lebensende und nicht wie bei uns +/- 20 Jahre bzw. Bewährung und Erlassung
nach 2/3 verbüßter Strafe.

siehe.... Datenvergleiche

mfg.vt
 
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Dumdidum

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Kontert er die Studie denn? Ich habe das eher als Reaktion auf die Aussage gesehen das Straftäter selten rückfällig werden. Und ich hätte jetzt auch angenommen das diese Einschätzung auf der Situation im eigenen Land bzw. in Europa beruht weil wer hat schon nen Überblick wieviele Straftäter in Amerika rückfällig werden und Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist ja auch eher hier ein Thema wo es keine Todesstrafe gibt und lebenslänglich nicht lebenslänglich ist.
 

!Xabbu

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Danke, Dumdidum, mein Kommentar war tatsächlich gar nicht auf die Studie bezogen sondern auf den Beitrag unmittelbar vor meinem:

...warum werden die meisten nicht mehr rückfällig?

Die Rückfallquote gerade bei Jugendlichen dürfte nämlich nicht nur in Deutschland sehr hoch sein, sondern auch in den USA - was aber nichts mit irgendwelchen Genen zu tun hat sondern ganz einfach mit krimineller Energie, den Lebensumständen, dem Wohnumfeld, sozialer Schicht usw.

War also nur eine direkte Antwort und eigentlich Off Topic.
 

viennatourer

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yop

Kontert er die Studie denn?...

Aus dem Kontext ergibt sich mir das,denn es steht doch da zu lesen.....

Oder warum verurteilt man Mörder zum Tode wenn sie ja nichts dafür können.

Nachdem aber Todesstrafe auf unserem Kontinent ein rares Strafmittel ist,konnte ich nur den Schluss ziehen,
dass hier USA und Europa verglichen werden.

Wurde ja nun geklärt....

mfg.vt
 

Zwirni

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KryptaX

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auf dem flaschen Planeten ;)
Jeder hat Gendefekte, ganz dafür verantwortlich machen kann man das aber nicht. Es sind eher Fehler in der Prägungsphase, mangelnde Entwicklung von Ethik und Moral.
Und in ca 90% der Fälle wird diese auch nacher nicht mehr erlernt.

Einige wenige Fälle sind ein massiver defekt, sowas nennt man dann böse geboren, das zu lokalisieren halte ich jedoch für unmöglich weil es meistens Kombinationsstörungen sind.
Einflüsse können auch Hormone sein wie Testosteron und Somatropin, wie die gestörte Kommunikation zwischen den Gehirnregionen.

Töten liegt nicht in der vortschrittlichen Evolution, da in den seltensten Fällen ein Mörder sein Opfer verspeist......

Wieso verurteilt man Mörder, ziemlich seltsame Frage, weil sie meistens was dafür können, es geht darum nur um das Bewusstsein das Falsche zu tun.
Die einzigen Morde die dann wegfallen sind die aus dem Affekt.
Alle anderen sind eine Gefahr für dich, wenn ein Mensch einmal eine Grenze überschritten hast wird das Risiko immer da sein es nochmals zu tun.
Fremdgänger kannst du auch nicht wirklich therapieren.......

ps. Ja das mit dem lebenslänglich hier ist echt ne Schande.
Mich wundert das die Gesetzte so lasch sind, aber liegt wohl daran das ein Menschenleben eh nichts wert ist und nur Kohle zählt.
 
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