Quantität statt Qualität?

Trinity

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Bis jetzt wurden ca 28k Österreicher in 2 Monaten geestete. Ja weil so selten und so teuer und zu lang.
Hach, hat sich der minister jetzt gedacht, na dann nehmen wir halt auch die billigen Schnelltests, damit wir bis zu 15k Leute am Tag testen können. Das ist doch ein Witz? DAS KANN NUR EIN SCHLECHTER SCHERZ, man kann doch nicht einfach so den Test nehmen, der Tags zuvor noch total ausgeschlossen wurde, weil total unaussagekräftig? Will man jetzt durch das ganze hirnlos durch galloppiern, nur um die Wirtschaft zu retten???
 

Gorgo

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Will man jetzt durch das ganze hirnlos durch galloppiern, nur um die Wirtschaft zu retten???
ja mir kommt vor alle politiker machen jetzt nicht unbedingt vieles richtig... also weltweit. was nicht immer als vorwurf gemeint ist, aber... es ist halt eine schwierige sache.

aber, ich denke schon, dass nach 2 wochen leeren straßen, leeren bims... das das schon was bringt.

hirnlos find ich eher schuldzuweisungen, siehe tirol. oder das man sich als staatschef gegen expertenmeinungen stellt.

ich mach mir da eher über länder sorgen, die von unseren gesundheitssystemen nur träumen können. also ich denke so ein temporäres shutdown bringt schon was... wirtschaft... da kann man milliarden, trillionen reinbuttern - wir drucken das geld. is ja lächerlich.."hilfe hilfe.. wirtschaft bricht zamm..." so a schaß.
 

Helios

Inventar
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"hilfe hilfe.. wirtschaft bricht zamm..." so a schaß.
Wenn wir es nicht schaffen, dem überwiegenden Teil der Wirtschaft eine Überlebenschance zu geben, dann wird die Katastrophe erst auf die Krise folgen, dann werden Zustände, wie wir sie anderswo auf der Welt bejammern und bekämpfen wollen bei uns alltäglich werden. Und ich meine damit nicht nur einen Luxusverzicht, sondern elementare Gefahren für Leib und Leben die zu mehr Kranken, Toten und letztlich mehr Leid führen, als unmittelbar durch das Virus ausgelöst wurde. Das bedeutet nun nicht, dass wir den Fokus von den gesundheitlichen Aspekten auf die wirtschaftlichen verlagern sollten, aber umgekehrt dürfen wir die wirtschaftlichen Probleme nicht herunterspielen. Das Problem an der Beziehung zwischen Mensch und Wirtschaft ist nunmal, dass es zwar oft wie ein gegeneinander wirkt, wir aber elementar voneinander abhängig sind.
 

viennatourer

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hilfe hilfe.. wirtschaft bricht zamm
Die Synergien nachzuvollziehen ist halt nicht jedermanns Sache,die subjektive Wahrnehmung spielt da auch rein.
Dabei wird uns in den Medien, am Beispiel- Gesundheitssektor,täglich quasi -live- serviert, welche Folgen es für das Gefüge der Versorgung bekommen kann, wenn gewisse Faktoren wegfallen, bzw. nicht mehr ineinandergreifen.
Wenn dann Ausfall und Mehrbeanspruchung in so einem heiklen Bereich auch noch zusammenkommen, ist es natürlich besonders prekär.

Wobei es ja bei Gesundheit immerhin noch um Systemrelevanz handelt und man annehmen darf,dass außerhalb selbiger
die Bereitschaft bzw. Möglichkeiten zur Abfederung von staatlicher Seite irgendwann auch endend sein wird.
Das sollte eigentlich Warnung genug sein,was da in den wirtschaftlichen Sektoren an negativen Folgewirkungen "möglich" ist,vor allem da
die Bandbreite der Angriffspunkte um ein vielfaches höher ist.

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Um zu den angesprochenen Tests zurückzukommen,ja es ist richtig auch hier gibt es solche und solche.
Ebenso ist es halt auch ein Geschäftsbereich mit dem im Moment sehr viel Geld zu machen ist,wo eventuell
die Quantität im Vordergrund stehen könnte.
Auch ich dachte mir bei Anschobers Ankündigung die Tests auf -täglich- 15 000 zu erhöhen-
?wtf-was sind das für Tests und wer soll die Menge auswerten,wie sicher sind die ?
Zumal ich ja auch noch vor wenigen Tagen über die Meldung gestolpert bin,dass -Proben-anscheinend nur eine bedingte Haltbarkeit aufweisen.

Meine Recherche,was sich so auf dem Sektor bewegt, ergab folgendes.....

Beispiel-Steiermark -1,2 Mio Einwohner/Test Labor Med-Uni Graz...."Das Hygieneinstitut der Med Uni Graz ist steiermarkweit die einzige Stelle, die Tests auf Coronaviren durchführt "
An der Med-Uni Graz wurden zu Beginn des Corona-Ausbruchs noch einige Dutzend Tests am Tag durchgeführt, jetzt sind es bis zu 300 täglich.
Der Bedarf an Tests steigt täglich, und jetzt gibt es einen Lichtblick – sogenannte automatisierte Tests:
Geräte (so sie vorhanden sind anm.) vorhanden,könnten mittels -neu entwickelter-Software herangezogen werden.
Eine Firma hat nun ein spezielles Programm entwickelt, um auf diesem Gerät auch Tests auf Coronaviren durchführen zu können.
„Wenn wir das automatisierte Verfahren haben, dann redet man von einem dreistelligen Bereich, dann sind 1.000 oder auch deutlich darüber hinaus Tests pro Tag möglich“, so Steinmetz – das wären drei Mal so viele wie derzeit. -quelle-
Bleiben halt die noch die Fragen: Wie viele solcher -automatisierter- Teststationen gibt es -österreichweit- tatsächlich und sind die Genehmigungsverfahren schon abgewickelt ?

siehe auch...Wie sicher sind Corona-Tests ? Fehlerquellen bei PCR
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Will man jetzt durch das ganze hirnlos durch galloppiern, nur um die Wirtschaft zu retten???
Passend dazu ist auch dieses Beispiel,wo dem Aspekt "Gesundheit" eine bedeutende Rolle zukommt......

Unter -dielebensmittelhelfer.at ,-einer Plattform für die benötigten Erntehelfer in der Agrarwirtschaft; haben sich zwar bis jetzt 7000 Personen
gemeldet,aber ein Landwirt weist auf "Probleme" hin.....
Es sei nämlich nicht so einfach, dass diese Leute kurzfristig ein Gesundheitszeugnis erhalten, meint Magoschitz.
Eine Ansteckung würde den gesamten Betrieb lahmlegen.
siehe....7.000 Erntehelfer, aber wer stellt ihnen Gesundheitszeugnisse aus ?
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Ich fragte mit ja auch schon mal ,was wäre wenn zb. in einem Supermarkt eine/mehrere Angestellte infiziert werden ?
Müsste dann von Rechts wegen der ganze Laden für einige Tage gesperrt werden,oder tauscht man nur (falls vorhanden) das Personal ?
In der Stadt an sich ja kein großes Problem,läuft man halt an die nächst Ecke,aber in kleineren Ortschaften mit nur ein,zwei Anbietern?
 

Gorgo

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Die Synergien nachzuvollziehen ist halt nicht jedermanns Sache
ach paperlapap... sag mir lieber gleich, dass ich zu dämlich bin und red ned so gschraubt daher verflucht noch eins.

:)

überall experten...

wir machen uns grad selbst fertig, das sehe ich. ... man vs. man
 

Helios

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überall experten...
Das übliche Problem. Ohne Internet zeigt sich dann immer recht schnell, wer wirklich Experte ist. ;) Ich bins nicht, weder für Medizin noch für die Wirtschaft, und käue auch nur wieder was die jeweils echten Experten dazu von sich geben. Einzig die Folgen einer zusammengebrochenen Wirtschaft nach Krieg und Katastrophen habe ich mehrfach hautnah erlebt und halte es deshalb durchaus für angebracht, auch darauf ein Augenmerk zu richten.
 

Helios

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Dazu diese Meldung:

Augenscheinlich ein Antigen-Test, der aber als Schnelltest funktioniert und vor Ort durchgeführt werden kann, mit einer entsprechend höheren Erkennungswahrscheinlichkeit als die in dem von dir verlinkten Artikel erwähnten Blut-Schnelltests. Der Aufwand ist zwar noch immer hoch, es muss auch erstmal Quantität gefertigt werden, dafür bietet es augenscheinlich eine gute Perspektive (gerade auch, weil er quasi multifunktional ist). Mir war gar nicht klar, dass Bosch auch im Medizingeschäft tätig ist.
 

Trinity

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Gestern haben noch viel Medien getitelt, dass ALLE Österreicher getestet werden sollen.
Ich dachte mir, wozu? Wenn ich am Montag getestet werde, kann ich mich ja trotzdem am Mittwoch noch anstecken.
Yvannus sagte dann, dass es wohl dazu dient, dass man mal überhaupt einen realistischeren Überblick bekommen möchte, wieviele schon infiziert sind.

Aber mit nicht hinreichend sorgfältigen Tests wirds doch erst wieder Fehler geben. Na ich weiß nicht, ich glaube, jetzt versuchen halt alle krampfhaft herumzurudern.
Und das Schlimme ist, dass es Leute gibt, die das komplett konträre raten und trotzdem anerkannte Experten von Regierungen sind.

Am Ende wird sich zeigen, wer Recht hatte.

Kurz meinte auch, nach der Krise wird das Leben eher wie jetzt sein und nicht wie davor... Das kann ich mir leider auch sehr gut vorstellen.
 

Gorgo

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Yvannus sagte dann, dass es wohl dazu dient, dass man mal überhaupt einen realistischeren Überblick bekommen möchte, wieviele schon infiziert sind.
die rendi-wagner meinte, dass nur jene, die mit einer nachweislich infizierten person in kontakt waren, getestet werden sollen... das macht ja wohl sinn. also wer auch immer einen schaß redet, die rendi ist es nicht, die muss ich auch mal in schutz nehmen. weil ich hab da auch schon viel blödsinn gehört, von wegen millionen testen...

vermutlich kommuniziert das der kurz, der überhaupt kein experte ist, falsch. oder auch der anschober. keine ahnung.

inkubationszeitraum kommt bei all dem noch erschwerend hinzu.
 

infosammler

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Ich war ja schon immer der Meinung dass das sinnvoll ist.
Alle testen, wers hat 3 Wochen kein Kontakt zu Menschen.
Aber wie man das in der Praxis machen wùrde, keine Ahnung.
Vorallem kommt es dann später wieder zu einem Ausbruch. Selbst wenn alle Fälle in Österreich auf 0 gehen, gibts noch mehr Menschen außerhalb, welche es wieder bringen könnten.

Ich hoff halt stark, dass man nach einer Infektion zumindest ein paar Jahre Residenzen entwickelt.

Weiters frag ich mich, wie lange es schon unterwegs ist, bevor es überhaupt entdeckt wurde.
 

Gorgo

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resistenzen, meinst du.

lol, sorry. klingt geil..

aber du hast recht... es könnte ja eine 2. welle geben. aber wer weiß... ich denke schon, dass wir das bald in griff kriegen werden.
Weiters frag ich mich, wie lange es schon unterwegs ist, bevor es überhaupt entdeckt wurde.
naja vermutlich hat es ende letzten jahres irgendwo auf so einem wildtiermarkt anfgefangen... ja und davor... wahrscheinlich in so einer flugratte... wo die das herhat, keine ahnung...
 

Yvannus

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Nicht nur um zu sheen wieviele gerade infiziert sind. Ich denke, man wird da auch auf Antikörper testen, um zu sehen wieviele infiziert waren auch. Dann kommt man vllt auch mal an belastbare Daten ran.
 

infosammler

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resistenzen, meinst du.
Du schä😂🤷🏻‍♂️

@Gorgo yvannus

Eine Freundin meinte sie hatte es schon Ende Sommer, weil sie ganz atypische Symptome hatte. Sie ist Ärztin, also wird sie schon wissen was sie da meint.
Und es gab ja irgendwann letztes Jahr diese Grippewelle, in der so viele starben? Wann war das, weiß das wer (noch)?
 

Gorgo

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ich bekomm überhaupt nie was von einer grippewelle mit... eine google suche ergibt: 2018/2019 sind in österreich 1.400 menschen daran gestorben. ich hätt davon nie was bewusst mitbekommen wenn wir jetzt nicht diese situation hätten.
 

viennatourer

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gibts noch mehr Menschen außerhalb, welche es wieder bringen könnten.
Right, wie es ja derzeit in Südkorea und China zu sehen ist, wo die Zahlen durch "importierte" Fälle wieder steigen.
Lässt sich halt auch schwer verhindern,dass sich Leute mit fiebersenkenden Mitteln zustopfen um die Temperaturchecks auszutricksen
und in den Flieger setzen.
 

Helios

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Eine Freundin meinte sie hatte es schon Ende Sommer, weil sie ganz atypische Symptome hatte. Sie ist Ärztin, also wird sie schon wissen was sie da meint.
Genau so wird doch der ganze Unsinn in die Welt gesetzt, ich kenne da jemanden, der behauptet, usw.. Allein die Aussage mit den "atypischen Symptomen" ist schon quatsch:
Als häufigste Krankheitszeichen werden Husten und Fieber berichtet. Es sind aber auch eine Reihe weiterer Krankheitszeichen wie Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen möglich. Die Krankheitsverläufe sind jedoch unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

Heißt im Umkehrschluss: kann aussehen wie eine Grippe, muss aber nicht. Dummerweise gilt das aber auch für die Grippe selbst, bei der es eine Vielzahl von Symptomen gibt. Deshalb helfen nur Tests, dann weiß man ob die Ursache ein Influenzavirus oder eben ein Coronavirus ist. Und solange man das nicht weiß, sollte man besser gar nichts dazu sagen. Besonders dann nicht, wenn man selbst Ärztin ist.
 
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