Skandale im Vatikan-Unheilige Oberhirten

Darkangel

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Niederbrechen/Hessen
Skandale im Vatikan-Unheilige Oberhirten

Die Nachfolger des Apostel Petrus, die Oberhirten der Kirche sollten Vorbild sein und das Leben eines Heiligen führen, doch schaut es nicht immer so aus.
Man missbrauchte die Macht, scheffelte Reichtum, verstösst gegen das Zölibat, und machen auch nicht halt vor Mord und Betrug.
Die Zeit zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert war wohl die dunkelste Zeit des Papsttums.

<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_VI." target="_blank">Papst Stephan VI.</a> er kam zu seinem unrühmlichen Eintrag in dieser Liste durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leichensynode" target="_blank">„Kadaversynode“</a> -Papst Stephan VI. ließ zu Beginn des Jahres 897 die Leiche seines Vorgängers, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Formosus" target="_blank">Formosos</a>, ausgraben und im vollen Ornat auf den päpstlichen Thron setzen. Dort wurde dem bereits seit neun Monaten verwesenden Leichnam der Prozess gemacht. Formosus hätte gar nicht Papst werden dürfen. Denn er sei Bischof einer anderen Stadt und damit für Rom nicht wählbar gewesen. Außerdem wurde er des Eidbruchs beschuldigt. Das Urteil bei dieser „Kadaversynode“ stand von Anfang an fest: schuldig! Der Leiche wurden die beiden Schwurfinger abgehackt, dann entkleidete man sie und warf sie in den Tiber. Allerdings konnte sich Stephan an diesem makabren Triumph nicht lange erfreuen: Nur ein halbes Jahr später wurde er gestürzt, in den Kerker geworfen und dort erwürgt.

<a href="http://www.via-regia.org/chronik/jutten/paepstliche.pornokratie.html" target="_blank">Link</a>


Zeit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pornokratie target="_blank">Pornokratie</a>“
Die Päpste waren damals ein Spielball der italienischen und besonders der römischen Adelsfamilien. Als Mätressen von Päpsten und römischen Herrschern bestimmten Frauen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marozia" target="_blank">Marozia</a>, ihre Mutter Theodora I. oder ihre Töchter Marozia II. und Theodora II. die Geschicke der Metropole. Selbst vor Mord schreckten sie nicht zurück: So soll Marozia Papst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_X._(Papst)" target="_blank">Johannes X.</a> beseitigt haben, um ihrem Favoriten den Weg frei zu machen. Später bestieg ihr eigener Sohn, erst 20 Jahre alt, den Stuhl Petri.
Auch Marozias Enkel wurde Papst – der jüngste aller Zeiten: 16 oder 18 Jahre alt soll <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_XII._(Papst)" target="_blank">Johannes XII.</a> gewesen sein, als er gewählt wurde. Angeblich hielt er sich im Lateranpalast einen Harem, betrieb Glücksspiel mit den Opfergaben der Pilger und verschacherte Kirchenämter. Auch von Ehebruch, Inzest und Morden wird berichtet. Der Tod dieses Papstes ist bezeichnend: Ein rasender Ehemann erschlug ihn, als er ihn in flagranti mit seiner Frau ertappte.

<a href="http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/geschichte/mittelalter/pornokratie/index.html" target="_blank">mehr über Päpste der Pornokratie</a>


Prunksucht
Besondere Kreativität bewies <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sixtus_IV." target="_blank">Sixtus IV.</a>: Als erster Papst vergab er Lizenzen an die Bordelle Roms. Auch erhob er Steuern von Priestern, die sich Mätressen hielten. Und als er noch zusätzliche Einnahmen für den Bau der Sixtinischen Kapelle benötigte, hatte er eine weitere „geniale“ Idee: Sixtus verkündete, dass jeder Christ durch Spenden an die Kirche nicht nur – wie bisher üblich – seine eigene Seele retten, sondern auch verstorbene Angehörige aus dem Fegefeuer freikaufen könne. Damit war er auf eine wahre Goldgrube gestoßen, die Gelder flossen in bisher ungekanntem Ausmaß.

Besonders berüchtigt war der Dominikanermönch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Tetzel" target="_blank">Johann Tetzel</a>. Mit der Parole „Sobald der Gülden im Becken klingt, im huy die Seel im Himmel springt“ soll er in der Art eines Marktschreiers die Leute zum Spenden gedrängt haben. Wovon Tetzel auch selbst profitierte: Denn nur die Hälfte seiner Einnahmen musste er für den Petersdom abgeben, den Rest durfte er sich mit dem zuständigen Erzbischof teilen.


So das soll es meinerseits gewesen sein, doch sicher ist diese Liste noch erweiterbar...
 
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