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Aliensignale - wie würden wir reagieren?

Helios

Inventar
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Die Wahrscheinlickeit ist wirklich gering dass die Menschheit alleine ist
Wie bereits gesagt, das wissen wir nicht. Stell dir vor, du findest am Strand ein dir unbekanntes Objekt im Sand, genauso groß wie ein Sandkorn. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es davon auf der Erde, unter all den Sandkörnern, noch weitere gibt? Im Labor stellst du fest, es ist auch ein Sandkorn, allerdings mit einer speziellen, dir bisher nicht geläufigen Zusammensetzung. Wie hoch ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass es davon an irgendeinem anderen Strand noch eines gibt? Nach und nach findest du mehr heraus, verstehst vielleicht wie es entstanden ist, weißt aber die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Notwendigkeiten immer noch nicht. Dann siehst du am Strand ein Objekt, dass deinem ähnelt, kannst es aber nicht näher untersuchen. Und so weiter. Es braucht extrem viele Informationen, um brauchbare Spekulationen darüber anstellen zu können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für weiteres Leben ist. Die Tatsache, dass wir existieren, macht deutlich, dass es grundsätzlich möglich sein muss. Bloß ist das eben Bedeutungslos.

Würden wir überhaupt eine Nachricht bemerken,wenn diese; in der Absicht die ungeheuren Distanzen des Universums "zeitgerecht" zu überwinden; zb. in Überlichtgeschwindigkeit gesendet wurde; hätten wir die dazu benötigte Technik?
Da es bisher keine Theorie zur Informationsübertragung mit echter Überlichtgeschwindigkeit gibt erübrigt sich die Frage zum jetzigen Zeitpunkt. Entweder sind unsere Betrachtungen richtig, dann ist das schlicht nicht möglich, oder sie sind falsch, dann wissen wir davon noch nichts. Insofern würden wir eine solche Nachricht gar nicht bekommen. Vielleicht ist das sogar der Trick, man sendet mit einer Technologie, die so fortschrittlich ist, dass der Empfänger mehr als "nur" Zivilisation braucht um sie zu verstehen. Nur um sicherzugehen, dass derjenige auch bereit dafür ist. ;)
Wenn es um "konventionelle" lichtschnelle Übertragungen geht, dann würden wir die reine Existenz des Signals, sofern es stark genug ist uns in ausreichender Qualität zu erreichen, sicherlich erkennen, selbst wenn es keine gezielte Nachricht wäre. Erst recht jedoch, wenn es gezielte Nachrichten wären, denn die würde jede Zivilisation zwangsläufig mit der ihr zur Verfügung stehenden besten Technik hinsichtlich der Langstreckenkommunikation senden. Das haben wir ja auch gemacht, und hören dementsprechend darauf. Ob wir die Nachricht verstehen, das ist dann wiederum eine andere Frage.
 

Astun

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@Helios

Da es bisher keine Theorie zur Informationsübertragung mit echter Überlichtgeschwindigkeit gibt erübrigt sich die Frage zum jetzigen Zeitpunkt.
Denke nicht, dass Nachrichtenübermittlung mit Überlichtgeschwindigkeit möglich, noch notwendig wäre.
Selbst wenn ein potenziell bewohnter Planet, welcher mit uns Kontakt aufnehmen wollte, vielleicht sogar 200 Lichtjahre entfernt ist, bräuchte es keine Nachrichtenübermittlung mit Überlichtgeschwindigkeit.
Die Nachricht müsste nur für den Zeitraum von 200 Jahren jedes Jahr einmal wiederholt werden.
Dann würden wir irgendwann einmal feststellen, dass sich einmal pro Jahr sich eine Nachricht wiederholt.
Dann würde man sich wahrscheinlich auch daran machen, zu erfahren, woher diese Nachricht kommt.
Sollten wir dann diese Nachricht auch an den Absender zurückschicken, damit er weiß, dass wir seine Nachricht erhalten haben?
Die einzige Schwierigkeit dabei ist die Definition eines Lichtjahres.
Ein Lichtjahr ist die Entfernung, welches das Licht innerhalb eines Jahres zurücklegt.
Für einen Marsianer hätte ein Lichtjahr einen anderen Entfernungswert als für uns Erdenbürger.
So hätte es für die Kontaktsuchenden aus dem 200 Lichtjahren entfernten System wahrscheinlich ebenfalls einen anderen Entfernungswert.
Entweder haben sie ein kürzeres Jahr, oder eben ein längeres Jahr.
Bei einer Kontaktaufnahme sollte man sich aber auf Werte einigen können, nach welchen man die Entfernungen im Weltraum angibt.
Ich würde daher eher dazu tendieren ein galaktisches Jahr (Zeitraum, in welchem die Galaxie einmal eine vollständige Umdrehung absolviert) zu unterteilen.
Wenn man dann mit der Unterteilung auf einen guten Kompromisswert kommt, dann könnten Entfernungsangaben zukünftig mit diesem neuen Wert gerechnet werden.
 

Helios

Inventar
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Ich glaube nicht, dass die Festlegung einer gemeinsamen Längenangabe irgendeine Priorität genießen würde - wofür sollte man das zu Anfang brauchen? Und warum eine Nachricht nur einmal im Jahr versenden? Für eine Kontaktaufnahme wäre etwas kürzeres, gleichzeitig regelmäßiges aber unnatürliches sinnvoller, etwa eine Primzahlreihe in Endlosschleife. Wenn man denn unbedingt auf sich aufmerksam machen will.

Viel mehr als "Kontaktaufnahme" wird so aber auch kaum möglich sein, echte Kommunikation braucht schon kürzere Laufzeiten. Und da kommen wir wieder zum Problem der großen Distanzen.
 

Gorgo

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das ist zwar nur sci-fi, aber, wie macht das denn die Enterprise. die müssen ja, wenn sie mit Warp Speed wegzupfen, irgendwelche koordinaten haben, einen destinationspunkt. also einfach so losfliegen ist schlecht.

wobei es bei Star Trek ja nie richtig geklärt wurde, wie die im raumschiff die g-kräfte aushalten..

Warp Speed ist gar nicht mal so schnell. hier hat ein NASA-wissenschaflter das mal ausgerechnet.

sogar mit Warp 9,9 (das 2,083fache der lichtgeschw.) würde es fast 100 jahre dauern, um die milchstraße zu durchqueren.
mit Transwarp wäre man nur schlappe 24 jahre unterwegs. aber die einzelnen sternensysteme innerhalb der galaxie könnte man schön abklappern... in 18 stunden (!) bei Proxima Centauri.. ned schlecht.

oder, auch beliebt: hyperschlaf.
 

Helios

Inventar
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Bei Star Trek gibt es allerdings mindestens zwei verschiedene Warp-Skalen, die jeweils in sich noch widersprüchlich sind. Die alte Skala war nach oben Offen, bei der neuen Skala (seit Next Generation) ist Warp 10 das absolute Maximum, denn es bedeutet "unendliche" Geschwindigkeit und man befindet sich an allen Orten des Universums gleichzeitig. Deshalb wurde der Transwarp-Begriff überhaupt erst erfunden, um nicht mit immer mehr Nachkommastellen hantieren zu müssen.
Was an der Erkenntnis des NASA-Wissenschaftlers jetzt allerdings so neu ist, keine Ahnung, und wenn er ernsthaft enttäuscht deswegen ist - dann ist er wohl kein Trekkie. Denn immerhin basiert die ganze Voyager-Serie darauf, dass das Schiff ans andere Ende der Milchstraße geholt wurde und von dort knapp 75 Jahre braucht, um wieder zur Erde zurück zu kommen.
Und die G-Kräfte? Auf den Schiffen herrscht eh künstliche Gravitation (wie auch immer die funktionieren soll), da wird beim Einsatz der Manöver- und Impulstriebwerke eine Gegenkraft erzeugt. Das würde auch erklären, warum es bei unvorhergesehenen Bewegungen trotzdem noch wackelt. Bei Warp-Geschwindigkeit wird ja der Raum gekrümmt, da muss man die Beschleunigungskraft eh anders berechnen, weil es keinen klassischen Rückstoß und auch keine klassische Beschleunigung gibt. Im Endeffekt fliegt das Raumschiff dabei eher langsam, die Distanzen sind halt nur kürzer geworden.

Wo siehst du ein Problem hinsichtlich der Koordinaten?
 

Gorgo

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bin ja auch kein klassischer trekkie, und seh das alles mit einem augenzwinkern... interessant isses trotzdem.

nein, koordinaten braucht man halt, das war mein punkt. man muss den zielort in x meter entfernung halt wissen. ich weiß echt nicht mehr wie das auf der Enterprise war, aber, die werden schon gewusst haben, wo sie (mit warp speed) hinfliegen..

realistisch gesehen könnte ein raumschiff nur ganz kurz vollgas geben, und dann echt langsam wieder abbremsen... damit drinnen niemand was passiert, und natürlich um etwaige hindernisse zu umschiffen.
 

Helios

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Och, ich sehe mich schon als Trekkie. ;)

Entweder braucht man universale oder lokale Koordinaten, aus beiden lässt sich dann indirekt oder direkt der Zielvektor ableiten. Das ist im Weltall nicht anders als auf der Erde. Das ist solange kein Problem, wie ein relatives Referenzsystem ausreichend ist. Für unsere irdischen Koordinaten spielt Ausrichtung und Geschwindigkeit der Erde im Sonnensystem keine Rolle, für die Navigation im Sonnensystem ist die Rotationsgeschwindigkeit der Milchstraße irrelevant. Sofern also für fiktive Überlichtreisen in unserer Galaxie die Geschwindigkeit eben jener durch das Universum keine Relevanz besitzt, sind Koordinaten keine Herausforderung. Ansonsten - autsch!

Beschleunigungskräfte treten bei Beschleunigungen auf, "kurz Vollgas" kann da mit konventionellen Antrieben (Unterlicht) sehr problematisch werden. Gleiches gilt für abrupte Ausweichmanöver. Konstant hohe Geschwindigkeit ist hingegen kein Problem, genauso wie langsame Beschleunigung. Sofern man also keine Möglichkeit findet, diese Beschleunigungskräfte auszugleichen wird einem nur das übrig bleiben: "langsam" auf die Zielgeschwindigkeit beschleunigen und rechtzeitig "langsam" wieder zu verzögern. "Langsam" ist dabei wirklich langsam:

1 g sind etwa 9,81 m/s², die Lichtgeschwindigkeit beträgt 299.792.458 m/s, bedeutet (v = a * t für lineare Beschleunigung umgestellt):
t = 299.792.458 m/s / 9,81 m/s²
t = 30.559.884 s
t = ~354 Tage

Als Faustformel braucht man also etwa ein Jahr.

Bei einer Beschleunigung von 1 g hätten wir also auf dem Raumschiff "normale" Schwerkraft (allerdings in Längsrichtung) und würden nach einem Jahr Lichtgeschwindigkeit erreichen (wenn wir diese erreichen könnten). Anschließend würden wir schwerelos mit Lichtgeschwindigkeit fliegen. Ein Jahr vor der geplanten Ankunft müssten wir das Schiff drehen und mit ebenfalls 1 g verzögern, in der Phase hätten wir dann wieder normale Schwerkraft. Einfach ;)
 

Gorgo

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ja dann lieber hyperschlaf...

1 jahr abbremsen... das erinnert mich an Spaceballs, und wie die das mit der lächerlichen geschwindigkeit etwas unterschätzt haben lol. ..ein klassiker.

also schon allein aufgrund der vielen gefahren scheint mir die von dir erwähnte raumkrümmung das gescheideste, also sicherste.
 

Gorgo

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hier, auf der universität nottingham hat man sich ähnliche gedanken gemacht:

Forscher: Teilen uns die Galaxie mit 36 anderen Zivilisationen

"Die Idee ist, die Evolution im kosmischen Maßstab zu betrachten", erläuterte Conselice. "Unter der Annahme, dass es wie auf der Erde rund fünf Milliarden Jahre dauert, bis sich intelligentes Leben auf anderen Planeten entwickelt, sollte es zumindest ein paar Dutzend aktive Zivilisationen in unserer Galaxie geben."

eines stimmt jedenfalls:
die suche nach intelligentem leben - erfolgreich oder nicht - sagt auch viel über uns aus.
 

Astun

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@Gorgo

eines stimmt jedenfalls:
die suche nach intelligentem leben - erfolgreich oder nicht - sagt auch viel über uns aus.
🤔 Hmmm, wahrscheinlich unsere Hoffnung, dass wir doch nicht alleine sind im Universum.
Unsere Zivilisation könnte sich ansonsten ziemlich einsam fühlen, oder ziemlich einzigartig/auserwählt/arrogant.
 
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