Neu Schwabenland

viennatourer

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wieso haben sie vielen Nazi`s nach den Krieg unterschlupf gewährt?
;-) Argentinien ist ein großes Land und die Hauptstadt ist weit,so lautet ein gängiger Spruch der übrigens nicht nur in den Provinzen in Argentinien verwendet wird.
Für Geld/Gold geht immer und überall etwas und nicht jeder Kriegsflüchtling oder Auswanderer aus Deutschland war auch ein Nazi.
Woran sollten die Argentinier also damals erkennen wer -gut- oder -böse- ist ?
Internationale Fahndungen nach geflüchteten Nazis gab es ja auch erst nach Kriegsende.

Auch bei der -heutigen- Flüchtlingskrise in Europa gehen viele als Kriegsfllüchtlinge durch,wobei auch hier jede Menge
Täter darunter waren wie die spätere Erfahrung zeigte,das wird auch damals nicht viel anders gewesen sein.
 

Astun

Inventar
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Was bei Argentinien noch dazu kommt, das nenne ich mal wirklich Ironie der Geschichte!
In einer Doku über Argentinien haben sie auf einem Friedhof Gräber von Nazis neben Gräbern von Juden entdeckt.

✡»Ätsch(lange Nase zeig), ihr habt uns nicht alle erwischt.
Wir sind nämlich auch aus Deutschland nach Argentinien ausgewandert!
Euer Gröfaz hat versagt! Ätsch!«👅👅👅✡

Das Böse hat keinen Bestand!
Nur das Gute bringt die nötige Stabilität für den Fortbestand mit!
 

Helios

Inventar
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Transportiert konnte damals schon alles relativ einfach in zerlegten Zustand mit U-Booten. Denn was nicht jeder weiß ist, dass es auch spezielle Transportuboote gab, welche ein relativ großes Fassungsvermögen hatten.
Naja, das ist schon eine sehr euphemistische Umschreibung. Echte Transportunterseeboote hatte das Deutsche Reich seit dem Ende des Ersten Weltkriegs keine mehr, es gab zwar entsprechende Planungen, allerdings wurden diese nicht umgesetzt. Für Transportaufgaben verwendet wurden vier zu Transportern umgebaute italienischer Unterseeboote (plus eines, dass zwar umgebaut aber nicht eingesetzt wurde), die nach der Kapitulation entweder direkt oder indirekt an das deutsche Reich fielen. Davon fuhren drei rein im Pazifik, und das vierte (UIT-22) wurde auf der ersten echten Transportmission vor Kapstadt versenkt.
Weitere Transportmissionen wurden von den Minenlegern der Klasse Xb gefahren, die unter anderem auch zerlegte Flugzeuge, Pläne und Rohstoffe nach Japan brachten. Allerdings mussten alle Güter in Druckcontainern in den Minenschächten transportiert waren, die mit einer Größe von etwa 6,5 x 1,4 m bzw. 4,4 x 1,4 m nicht gerade geräumig waren. Den Aufwand, ein System komplett zu zerlegen um es darin transportieren zu können, treibt man für hochwertige Komponenten oder Prototypen - aber eher nicht für einen LKW.
Zu guter letzt gab es noch die Boote der Klasse XIV, mit denen auch leichtere Transportaufgaben erledigt wurden, die allerdings für schwere oder sperrige Transporte gar nicht in Frage kamen. Die Tragfähigkeit ist zwar generell da, aber es sind eigentlich Versorger mit einer entsprechend höheren Kapazität an Betriebsstoffen und Waffen.

Zudem sind die Fahrten der Boote sehr gut dokumentiert, es ist vielleicht sogar eines der am besten dokumentiertesten Bereiche des Zweiten Weltkriegs - da ist einfach kein Platz für geheime, bisher unbekannte Versorgungsfahrten in die Antarktis. Zumal es etliche Unterseeboote für die Unterstützung einer kompletten Basis gebraucht hätte, denn "relativ groß" ist ein guter Begriff, relativ zum normalen Fassungsvermögen eines Unterseebootes ja, aber nicht im Vergleich zu selbst kleineren Überwassereinheiten.

Damals als man mit den Flugzeugschiff Schwabenland da war, war es auch nicht gerade wärmer. Also musste es ja Motoren gegeben haben, welche den extremen Wetter dort unten Stand halten konnte.
Das Problem sind nicht in erster Linie die Motoren, es muss schon extrem kalt werden, damit die nicht mehr hinreichend funktionieren. Kritischer sind die Betriebsstoffe, wenn sie im Motors sind, vor allem aber in den Tanks. Bei einem Schiff spielt das keine große Rolle, denn das Meer wirkt bei Minustemperaturen der Luft wie eine natürliche Heizung. Bei Flugzeugen oder Fahrzeugen sieht das anders aus. Die Expedition fand im Südsommer statt, da sind es ganz andere Temperaturen als im Winter. Machbar ist im Endeffekt vieles - aber nicht mit Ware "von der Stange". Ein unmodifizerter Dieselmotor mit normalem Betriebsstoff wird dort niemand einsetzen.

Bei den Modellbeschreibungen für die Motoren BMW VI von den Expeditionsfliegern Boreas und Passat sind Zündkerzen und Vergaseranzahl angegeben,daher wird es sich logischerweise auch um Benziner handeln,die übrigens auch xtra abgemischten Treibstoff verwendeten.
Es sind Benziner, wie übrigens die allermeisten Kolbenmotoren in der Luftfahrt. Lediglich bei den Luftschiffen waren Dieselantriebe verbreitet, sonst blieben sie untypisch. Es gab sie (bspw. das Jumo 205), besonders für Spezialanwendungen, aber im Endeffekt konnte sich der Diesel (in Form von Kerosin) erst mit den Turbinentriebwerken im Luftfahrtbereich durchsetzen. Seit einiger Zeit gibt es wieder moderne Diesel-Kolbenmotoren für Leichtflugzeuge, aber das ist ein anderes Thema.
 
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